Inhaltsübersicht
Welches Gemüse dürfen Hunde essen? Welches Obst dürfen Hunde essen? Welche Nüsse dürfen Hunde essen? Welche Kräuter dürfen Hunde essen? Welche Fleischsorten und Milchprodukte dürfen Hunde essen? Was dürfen Hunde nicht essen? Hundeernährung: Was essen Hunde im Allgemeinen? Was dürfen Welpen essen? Zusammenfassung - erlaubte und verbotene Lebensmittel für Hunde
Hund vor Kühlschrank

Was dürfen Hunde essen?

Etwas Blattsalat, ein paar Heidelbeeren und dazu eine Erdnuss – das klingt zunächst nicht nach typischer Hundekost, oder? Dennoch sind alle drei Lebensmittel für Hunde gesund.


Dies gilt aber längst nicht für alle Obst-, Gemüse- und Nusssorten: Was uns Menschen gut bekommt, kann beim Hund zu starken Vergiftungssymptomen führen und im Ernstfall sogar tödlich sein. Also, was dürfen Hunde essen? Dieser mammaly Blogpost listet gesunde Lebensmittel für Hunde auf und sorgt für Klarheit bei der Futterwahl.


Bevor Du aber gleich Deine Vorratskammer plünderst, gibt es noch einen wichtigen Hinweis: Jeder Hund kann unterschiedlich auf Bestandteile des Futters reagieren. So kommt es durchaus vor, dass bestimmte “gute” Lebensmittel für Hunde einigen Vierbeinern auf den Magen schlagen. Möchtest Du auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir Dir, Deinem Hund zunächst eine kleine Testportion zu servieren.

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Welches Gemüse dürfen Hunde essen? Welches Obst dürfen Hunde essen? Welche Nüsse dürfen Hunde essen? Welche Kräuter dürfen Hunde essen? Welche Fleischsorten und Milchprodukte dürfen Hunde essen? Was dürfen Hunde nicht essen? Hundeernährung: Was essen Hunde im Allgemeinen? Was dürfen Welpen essen? Zusammenfassung - erlaubte und verbotene Lebensmittel für Hunde

Welches Gemüse dürfen Hunde essen?

Hurra, es gibt grünes Licht für viele Gemüsesorten! Okay, diese Nachricht wird nicht bei jedem Doggo für einen Freudentanz sorgen. Eine Sache lässt sich aber nicht verleugnen: Mit unterschiedlich hohen Anteilen an Vitaminen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen bereichern viele Gemüsearten den Speiseplan von Hunden.

Gemüse kann vor allem eine gesunde Verdauung unterstützen - und diese ist nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch für ein starkes Immunsystem ausschlaggebend.

Verweigert Dein Hund das Futter? Wenn dieses Verhalten ausschließlich daran liegt, dass er das Gemüse im Napf nicht mag, solltest Du unbedingt weiter beharrlich bleiben. Mit etwas Geduld wird er sich bestimmt an den Geschmack gewöhnen und kann somit auch von den positiven Eigenschaften von Salat, Pastinake und Co. profitieren.

Liste von Gemüse und Knollengewächse, die Hunde essen können:

  • Blattsalate wie Eisbergsalat und Feldsalat

  • Brokkoli (in Maßen)

  • Fenchel

  • Gurken (nur ohne den Bitterstoff Cucurbitacine)

  • Karotte

  • Kartoffel (gekocht)

  • Kürbis (nur ohne den Bitterstoff Cucurbitacine)

  • Kurkuma

  • Sellerie

  • Spargel

  • Pastinake

  • Rote Bete (nicht für herz- und nierenkranke Hunde und Welpen)

  • Süßkartoffel (gekocht)

  • Topinambur

  • Zucchini (nur ohne den Bitterstoff Cucurbitacine)

Hund mit Karotten im Maul

Damit Hunde die Nährstoffe des Gemüses optimal verwerten können, solltest Du rohes Gemüse vor dem Servieren klein hacken oder pürieren. Das Gleiche gilt übrigens auch für Obst. Wenn die pflanzliche Kost als Beschäftigungssnack für zwischendurch dient, spricht jedoch nichts gegen eine rohe Möhre oder ein paar Apfelscheiben.

Welches Obst dürfen Hunde essen?

Früchte sind wertvolle Vitamin- und Ballaststoffquellen. Zum Beispiel sorgt der Ballaststoff Pektin, der mitunter in Äpfeln und Birnen vorkommt, für eine natürliche Unterstützung bei Durchfall. Viele Hunde mögen zudem den Geschmack und sehen Obst als willkommene Abwechslung an. Möchtest Du Deinen Liebling noch mehr von den positiven Extras überzeugen? Dann versuche es doch mal mit einem erfrischenden Hundeeis mit Obst oder etwas püriertem Früchtebrei.

Liste von Obst, das Hunde essen können:

  • Ananas (nur im überreifen Zustand)

  • Apfel

  • Aprikose (ohne Kern)

  • Banane (nur mäßig und im reifen Zustand)

  • Birne (nur mäßig)

  • Brombeere

  • Erdbeere

  • Feige (das Fruchtfleisch)

  • Granatapfel (in Maßen)

  • Heidelbeere (nur im überreifen Zustand)

  • Himbeeren (nur im reifen Zustand)

  • Johannisbeere

  • Kirsche (ohne Kern)

  • Kiwi (ohne Schale und Kerne und im reifen Zustand)

  • Mango

  • Mandarine, Nektarine, Orange (ohne Kern)

  • Papaya

  • Pfirsich (ohne Kern)

Apfel und Erdbeeren im Teller

Da die Obstsorten nicht nur reich an Vitaminen, sondern auch an Kohlenhydraten (Zucker) sind, sollten Hunde nicht jeden Tag hohe Mengen verzehren. Eine zu kohlenhydratreiche Ernährung beim Hund kann schnell zu Übergewicht und Verdauungsbeschwerden führen.

Welche Nüsse dürfen Hunde essen?

Nüsse zählen dank Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Kalium und B-Vitaminen zu den Superfoods. Auch unsere Hunde können von ihren Inhaltsstoffen profitieren – zumindest von einer kleinen Auswahl.

Liste von Nüssen, die Hunde essen können:

  • Erdnüsse

  • Maronen

  • Paranüsse


Trotz ihrer Bezeichnung gehören Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten. Sie sind in kleinen Mengen unbedenklich für Hunde, die nicht allergisch auf Erdnüsse reagieren.

Vorsicht ist jedoch bei Erdnussbutter geboten: Diese für Hunde attraktive Paste eignet sich hervorragend, um ihnen Medikamente unterzujubeln. Aber: In einigen Produkten ist das für Hunde hochgiftige Xylit enthalten. Schaue Dir daher vor dem Kauf immer genau die Zutatenliste an.

Weitere Informationen über alle Nüsse, die Hunde fressen können, findest Du hier in unserem Ratgeber Dürfen Hunde Nüsse essen.

Die erlaubten Nüsse sollten natürlich dem Hund immer ungesalzen und ohne Schale serviert werden. Behalte bei der Fütterung ein gesundes Maß im Auge: Ein gelegentlicher Verzehr kann die Gesundheit von Hunden unterstützen – zu viele Nüsse jedoch sind problematisch. Die natürlichen Snacks weisen einen hohen Fettgehalt auf und können unter Umständen die Entstehung von Allergien begünstigen. Achte bitte auch auf eine dunkle, kühle und trockene Lagerung - angefangene Nüsse ohne Schale sind äußerst schimmelanfällig.

Welche Kräuter dürfen Hunde essen?

Einige Kräuter gelten als Heilmittel gegen bestimmte Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme, innere Unruhe und Husten. Sie nehmen dank ihres hohen Anteils an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen einen bedeutenden Part beim Barfen oder als Nahrungsergänzungsmittel ein. Zu den erlaubten Kräutern gehören:

  • Basilikum

  • Brennnessel

  • Gartenkresse

  • Ginseng

  • Kamille

  • Löwenzahn

  • Majoran

  • Melisse

  • Minze

  • Oregano

  • Petersilie

  • Salbei

  • Thymian

Hund auf der Wiese mit Löwenzahn Blumen

Wichtig ist, dass Kräuter und Heilpflanzen in richtiger Dosis verfüttert werden. Wenn Dein Liebling krank oder trächtig ist, können sich bestimmte Kräuter negativ auf die Gesundheit auswirken. Frage bei Unsicherheiten am besten Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt vor der Gabe um Rat.

Welche Fleischsorten und Milchprodukte dürfen Hunde essen?

Fleisch gilt als idealer Energielieferant für Hunde und versorgt sie zudem mit wichtigen Nährstoffen. Das gilt sowohl für klassische Fleischsorten als auch für das exotische Insektenfleisch.

Es stimmt zwar, dass Milchprodukte auch Proteine und wertvolles Kalzium enthalten. Dennoch gilt bei Kuh- und Ziegenmilchprodukten die Regel: Weniger ist mehr. Denn ein zu hoher Laktosegehalt kann schnell für Bauchschmerzen beim Hund sorgen.

Milch

  • Hüttenkäse

  • Milde Käsesorten wie Butterkäse oder Maasdamer

  • Quark (ohne Zusätze)

  • Ungezuckerter Naturjoghurt


Alle erlaubten Käsesorten findest Du hier.

Fleisch

  • Ente

  • Fasan

  • Hirsch

  • Huhn

  • Känguru

  • Lamm

  • Pferd

  • Pute

  • Rind

  • Schaf

  • Strauß

  • Ziege

Insekten

  • Mehlwürmer

  • Schwarze Soldatenfliegen

Hüttenkäse

Achtung: Schweinefleisch und Wildschweinfleisch können unbearbeitet das für Hunde tödliche Aujeszky-Virus enthalten. In verarbeiteter Form, wie zum Beispiel im Nassfutter, sind beide Fleischsorten jedoch für den Verzehr geeignet.

Was dürfen Hunde nicht essen?

Ein rotes Kreuz bedeckt Schokolade, Weintrauben und Macadamianüsse und veranschaulicht, welche Lebensmittel Hunde nicht fressen dürfen.

Achtung, giftig: Die folgenden Lebensmittel sind für Hunde giftig oder gefährlich. Ein Verzehr kann je nach Dosis und Inhaltsstoff zu schweren Vergiftungssymptomen und sogar zum Tod führen. Falls Dein Liebling aus Versehen giftige Lebensmittel vertilgt hat, solltest Du mit ihm schnell eine Tierarztpraxis aufsuchen. Detaillierte Informationen darüber, was Hunde nicht essen dürfen, findest Du hier.

Giftige Lebensmittel für Hunde:

  • Aubergine

  • Avocado

  • Bärlauch

  • Kaffee

  • Kartoffeln (roh)

  • Knoblauch

  • Macadamia Nüsse

  • Muskatnuss

  • Paprika

  • Peperoni/Chili

  • Pfeffer

  • Rohe Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Bohnen

  • Salz

  • Schnittlauch

  • Schokolade

  • Schweinefleisch (roh)

  • Tomaten (roh)

  • Weintrauben (auch Rosinen)

  • Xylit (Xylitol, Birkenzucker)

  • Zwiebeln

Giftige Lebensmittel für Hunde Infografik

Hundeernährung: Was essen Hunde im Allgemeinen?

Die drei Makronährstoffe für Hunde

Bei der Hundeernährung spielen die drei Makronährstoffe Proteine, Kohlenhydrate und Fette eine bedeutende Rolle. Aus diesen Bestandteilen beziehen unsere Vierbeiner ihre Energie und halten lebensnotwendige Funktionen im Organismus am Laufen.

Proteine

Proteine setzen sich aus essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren zusammen. Geeignete tierische Proteinquellen sind unter anderem Geflügel, Rind, Lamm und Innereien. Auch Fisch, Insekten und einige Gemüsesorten können gut als Proteinquellen dienen.

Kohlenhydrate

Bei den Kohlenhydraten handelt es sich um Zuckermoleküle, die Hunde schnell mit Energie versorgen. Gute Kohlenhydratquellen sind zum Beispiel weich gekochte Kartoffeln und Süßkartoffeln.

Gesunde Fette

Gesunde Fette liefern dem Vierbeiner wertvolle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Hund bei einer Vielzahl an Körperfunktionen unterstützen. Einigen Ölen wird nachgesagt, eine entzündungshemmende Eigenschaft zu haben, die natürliche Hautbarriere zu verbessern und für strahlendes Fell zu sorgen.

Geeignete Öle für Hunde sind unter anderem:

  • Leinöl,

  • Hanföl

  • und Kokosöl.

Die Zugabe von:

  • Nüssen,

  • Leinsamen

  • und Fisch wie (gekochtem) Lachs

kann ebenfalls hilfreich sein.

Was dürfen Welpen essen?

Grundsätzlich kannst Du Deinem Junior auch die oben aufgeführten Lebensmittel geben. Sein Alleinfutter unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten deutlich vom Erwachsenenfutter. Die Welt erkunden und wachsen - das alles erfordert schließlich jede Menge Energie, aber auch spezielle Nährstoffe. Aus diesem Grund ist Welpenfutter vor allem kalorienreicher. Dazu kommt, dass das Verdauungssystem von jungen Hunden noch nicht fertig ausgebildet ist. Daher eignet sich gut bekömmliches Eiweiß (z. B. aus Geflügel oder Fisch).

kleine weiße Welpe

Zusammenfassung - erlaubte und verbotene Lebensmittel für Hunde

Zusammenfassung - erlaubte und verbotene Lebensmittel für Hunde

Es gibt viele verschiedene Futtermittel, die die Ernährung Deines Hundes mit Frische und Abwechslung ergänzen oder Teil seiner Hauptmahlzeit sein können, wenn er auf Barf-Diät ist. Lade die PDF-Broschüre "Welche Lebensmittel dürfen Hunde essen"  herunter, drucke sie aus und hänge sie an Deinen Kühlschrank, damit Du immer weißt, was Dein Hund essen darf und was nicht.

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