Top 5 Tipps - Für eine gesunde Hundeernährung

Die Ernährung von Hunden ist ein komplexes und viel diskutiertes Thema. Schließlich ist sie ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit von Tieren und Menschen. In diesem Artikel haben wir einige wichtige Fakten und Tipps zusammengefasst, die dir dabei helfen, deinen Hund optimal zu ernähren und so seinen Körper effektiv zu unterstützen.

Wie ist der Verdauungstrakt des Hundes aufgebaut?

Die Verdauung des Hundes besteht aus vielen Teilen. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben und bilden zusammen ein komplexes System.

Zu den Aufgaben der Verdauung gehören:

  • Energiegewinnung durch die einzelnen Nährstoffe der Nahrung
  • Entgiftung
  • Regulierung der Nährstoffaufnahme
  • Mitbeteiligung am Immunsystem

Zuerst gelangt das Futter mit Hilfe von Zunge und Zähne in das Maul des Tieres. Hunde besitzen 42 Zähne, jedoch benutzen sie diese eigentlich nur zum Festhalten. Denn sie kauen ihr Futter kaum, sondern schlingen es vielmehr herunter. Über den Rachen wird die Nahrung weiter in die Speiseröhre und schließlich zum Magen transportiert.

Dieser besteht aus verschiedenen Muskeln und Drüsen. Hier wird das aufgenommene Futter mit dem sauren Magensaft vermischt. Sobald der Mageninhalt eine bestimmte Menge und pH-Wert erreicht hat, öffnet sich der Magenausgang, der sogenannte Pylorus.

Der nun folgende Dünndarm besteht aus drei Teilen und ist beim Hund unglaubliche zehn Meter lang! Der Nahrungsbrei aus dem Magen gelangt nach und nach in den ersten Abschnitt. Das Futter wird nun unter Zugabe von Enzymen aus der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse langsam weitertransportiert. Diese sorgen für den Abbau von Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten.

Auch die Leber spielt eine wichtige Rolle in der Verdauung des Hundes. Sie ist für den Abbau von Zucker, Fett und Eiweißen relevant. Außerdem wird der Körper durch sie entgiftet und sie trägt zur Blutgerinnung bei. Die Leber ist auch für die Speicherung und Produktion einiger Vitamine verantwortlich.

Im Dickdarm werden schlussendlich weiter Vitamine und Mineralstoffe in den Kreislauf aufgenommen. Vor allem aber wird dem Nahrungsbrei das restliche Wasser entzogen und so der eigentliche Kot gebildet. Durch die Füllung des Enddarmes kommt es schließlich zum Kotabsatz durch den After.

Wie bereits erwähnt, werden die Bausteine des Futters zu verschiedenen Zeitpunkten und Organen aufgenommen und schlussendlich verwertet. Es ist also verständlich, dass minderwertige Nahrung und ein falscher Nährstoffgehalt Erkrankungen dieser und auch anderer Organe fördern können. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Darmflora. Sie kann unter anderem durch Fütterungsfehler geschädigt werden. Ihre Rolle für die Verdauung, für das Immunsystem und somit für den gesamten Körper ist mehrfach wissenschaftlich bestätigt.

Tipp 1 - Das richtige Futter finden

hund frisst hundeernährung

Es gibt verschiedene Arten der Hundenahrung. Zu den beliebtesten gehören Trocken-, Nassfutter, Rohfütterung und Mischfütterung. Auch vegetarische und vegane Ernährung erfreut sich durch das stetig wachsende Interesse von Hundehaltern großer Beliebtheit. All diese Varianten haben Vor- und Nachteile. Jedoch sind sie, vorausgesetzt ihre Zusammensetzung und Qualität stimmt, alle für die adäquate Ernährung von Hunden geeignet. Natürlich gibt es Abweichungen, denn zum Beispiel erkrankte, sehr junge oder auch trächtige Hunde haben andere Nährstoffansprüche als ein (gesundes) erwachsenes Tier.

Selbst zusammengestellte Rationen, egal ob roh oder gekocht verfüttert, sind in Hundehalterkreisen sehr beliebt. Vor allem bei großen Tieren kann diese Variante zudem kostengünstiger sein als Produkte aus dem Fachhandel. Doch vor allem bei der sogenannten BARF („Biologisch artgerechten Rohfütterung) gibt es vieles zu beachten. So sind neben möglichen Nährstoffimbalancen auch Erregerübertragung eine Gefahr dieser Fütterungsform. Mit ausreichender Informationseinholung und Beratung sind selbst erstellte Rationen dennoch eine natürliche und kostengünstige Art, deinen Liebling optimal zu versorgen.

Konventionelle Produkte wie Trocken- und Nassfutter sind praktisch überall erhältlich. Zwar gilt hier nicht teuer ist gleich besser, jedoch gibt es unter den verschiedenen Anbietern teilweise eklatante Unterschiede. Vor allem in den letzten Jahren ist es zum Trend geworden, Futtermittel mit besonders hohem Fleischgehalt zu bewerben. Jedoch benötigt der Hund, der ein allesfressender Fleischfresser ist, durchaus einen beträchtlichen Teil an pflanzlichen und anderen Bestandteilen, um seinen Nährstoffbedarf optimal zu decken. Denn Fleisch hat zwar einen hohen Anteil an verdaulichem Protein, jedoch enthält es wenig Vitamine und andere Nährstoffe. Außerdem sind die Ballaststoffe, die in Gemüse und komplexem Getreide enthalten sind, wichtig und gut für die Verdauung deines Doggos.

Tipp 2 - Futtermittelunverträglichkeiten erkennen

hund wird gestreichelt

Futtermittelunverträglichkeiten und sogar Allergien sind leider ein immer häufiger Vorstellungsgrund in Tierarztpraxen. Vor allem Rindfleisch und Milchprodukte sind Bestandteile, auf die Hunde allergisch reagieren.

Doch woran erkennt man eine Futtermittelallergie? Häufige Symptome sind Durchfall beziehungsweise wechselnde Kotkonsistenz, Juckreiz und Rötungen an Ohren, Pfoten und dem Bauch, übermäßiges Schlecken an diesen Stellen sowie Ohrenentzündungen. Eine solche Reaktion des Immunsystems bildet sich über einen längeren Zeitraum, bei manchen Rassen geht man auch von einer Prädisposition aus. Vor allem Hunde, die oft verschiedene Proteinsorten zu fressen bekommen, und das von klein auf, sind Risikopatienten für diese Erkrankung, denn so wird der Körper für Proteine sensibilisiert. Bei einer Allergie stellen eine Ausschussdiät und anschließender Provokationstest durch einen Tierarzt die einzig wirksame Diagnostik dar.

Bei einer Unverträglichkeit, bei der das Immunsystem übrigens keine Rolle spielt, sind die Symptome Erbrechen, Durchfall, Flatulenzen und Schmerzen in der Bauchregion. Häufig lassen sich Allergie und Unverträglichkeit auf den ersten Blick nicht unterscheiden. Oft ist ein abrupter Futterwechsel der Grund. Im Gegensatz zur Allergie ist die Therapie bei Unverträglichkeiten meist deutlich einfacher.

Solltest du vermuten, dass dein Hund an einer Futtermittelunverträglichkeit oder Allergie leidet, sprich am besten mit deinem Tierarzt darüber.

Tipp 3 - Das richtige Futter für den erkrankten Hund

 

hund liegt

Bei akuten und auch chronischen Erkrankungen ist oft eine Spezialdiät notwendig. Sei es bei Allergikern, Nieren- oder Leberpatienten.

Ein gutes Beispiel aus der Praxis ist Futter für Allergiker. Denn oft muss dieses entweder hydrolysiertes Protein enthalten, welches durch seine spezielle Verarbeitung vom Immunsystem nicht mehr als Allergen erkannt wird, jedoch keine Nährstoffe verliert. Single Proteinfütterung ist die zweite Möglichkeit, um Allergikern Linderung zu verschaffen. In diesen Produkten ist wirklich nur eine Protein- und meistens auch nur eine Kohlehydratquelle enthalten. Am besten sollte hierbei eine Fleischart gewählt werden, mit der der Hund noch keinen Kontakt hatte.

Bei Organerkrankungen, wie denen der Niere oder Leber, müssen zum Beispiel Protein-, Fettgehalt oder gewisse Nährstoffe genau auf die jeweilige Diagnose abgestimmt sein, da sich der Zustand des Patienten ansonsten verschlechtern kann.

 

Tipp 4 - Der regelmäßige Check-up beim Tierarzt

hund wird gestreichelt

Es gibt einige Gründe, warum dein Hund zumindest einmal jährlich vom Tierarzt durchgecheckt werden sollte. Bei dieser Gelegenheit kannst du deinem Tierarzt alle möglichen Fragen stellen. Außerdem sollte, vor allem bei älteren Hunden, eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Diese ist zwar nur eine Momentaufnahme, kann jedoch ein wichtiger Hinweis auf eine noch nicht entdeckte Erkrankung sein.

Doch gerade, wenn du das Futter für deinen Hund selbst zubereitest, sind vor allem anfängliche, in regelmäßigen Abständen durchgeführte, Untersuchungen (inklusive Blutbild und Blutchemie) wichtig, denn leider sind viele der Futterpläne, die im Internet zu finden sind, keineswegs bedarfsdeckend und führen bei längerer Anwendung sogar eventuell zu gesundheitlichen Schäden. Deshalb solltest du, wenn du diese Art der Fütterung in Betracht ziehst, einen spezialisierten Tierarzt oder Nahrungsberater zur Rate ziehen.

Tipp 5 - Die richtigen Hundeleckerlis 

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Genau wie bei uns Menschen gehören Snacks bei den meisten Hunden zur täglichen Ernährung. Außerdem sind sie eine super Möglichkeit, deinen Liebling beim Training zu animieren oder ihn durch Versteckspiele oder spezielle Spielzeuge zu beschäftigen. Also solltest du, genau wie beim Hauptfutter, auf gute Qualität und Inhaltsstoffe achten. Gerade ältere oder an Beschweren leidende Tiere können so effizient unterstützt werden.

Jedoch gibt es viele Hunde, die nur wenige Futterarten fressen. Genau für diese Tiere ist es schwierig, passende Leckerli zu finden. Deshalb haben wir von mammaly Pure Taste entwickelt. Mit schmackhaftem Hühnerfleisch und Hühnerleber aus Bayer, Süßkartoffel und Prä- und Probiotika ist es der ideale gesunde Snack für mäkelige Hunde. Durch Pure Taste unterstützt du die Verdauung und somit die gesamte Gesundheit deines Doggos, ganz ohne unnötige Zusatzstoffe!

Fazit

Vielleicht konntest du durch diesen Artikel einige neue Erkenntnisse gewinnen und hoffentlich wurden einige deiner bestehende Fragen beantwortet. Es gibt viele Möglichkeiten für artgerechte Hundeernährung, denn jedes Tier und seine Ansprüche sind individuell. Wir von mammaly wünschen dir und deinem Liebling alles Gute auf eurem gemeinsamen Lebensweg! 

Wenn du noch mehr über gesunde Ernährung deines Hundes oder Futter und Verdauung erfahren möchtest, schau dir doch gerne auch unsere anderen Blogs passend zum Thema an! "Top 5 Tipps für eine gesunde Hundeverdauung", "Pure Taste", "Hund frisst nicht"

1 Kommentar

Sehr spannender Beitrag. Ich überlege mir zurzeit einen Hund zu kaufen und informiere mich gerade über die Ernährung. Finde das Thema sehr interessant. Gibt sicherlich noch viel zu lernen, bevor ich mir den Hund anschaffe.

Elisabeth Schäfer am

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Dr. Urban Thelen
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