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Mein Hund muss abnehmen: Was sollte ich füttern? Mein Hund muss abnehmen: Tipps für eine erfolgreiche Hunde-Diät Fazit: Wie kann mein Hund richtig abnehmen?
Ein kleiner Hund sitzt auf einer Waage

Mein Hund muss abnehmen: Diese Dinge sind bei einer Diät zu beachten!

Viele Hunde in Industrieländern haben ein Problem: Sie sind zu dick. Übergewicht wird oft verharmlost und unterschätzt. Ein gesundes Normalgewicht kann Vierbeiner aber vor vielen Krankheiten bewahren und sogar ihre Lebenserwartung erhöhen. Daher ist in vielen Fällen notwendig, dass der Hund unbedingt abnehmen muss.

Aber: Muss ein Hund wirklich Diät machen, stellt sich als nächstes die Frage: Wie kann mein Hund abnehmen - ohne Hungern, Nährstoffmangel und Jo-Jo-Effekt? Dieser Ratgeber-Artikel liefert dafür hilfreiche Tipps!

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Mein Hund muss abnehmen: Was sollte ich füttern? Mein Hund muss abnehmen: Tipps für eine erfolgreiche Hunde-Diät Fazit: Wie kann mein Hund richtig abnehmen?

Mein Hund muss abnehmen: Was sollte ich füttern?

Mein Hund muss abnehmen: Was sollte ich füttern?

Wenn ein Vierbeiner mehr Kalorien verbrennt, als er aufnimmt, wird er schlanker. So einfach es ist: Bei vielen Hunden reicht es (neben mehr körperlicher Betätigung) aus, die Menge des  gewohnten Alleinfutters nach unten zu korrigieren - aber mit Bedacht. 

Zu wenig Futter kann auf Dauer einen Nährstoffmangel, Abbau der Muskulatur und Trägheit hervorrufen. Daher ist es bei dieser klassischen Methode wichtig, sich die optimale Futtermenge für eine Gewichtsreduktion berechnen zu lassen. Unterstützung dafür gibt es in Tierarztpraxen und bei tierärztlichen Hundeernährungsberatern.

Bei mammaly kannst du dich an unsere Tierärztinnen wenden und wirst bestens zu Ernährungsthemen beraten. Buche dir einfach einen Termin bei unserem Online-Tierarzt DocMammaly.

Diätfutter für übergewichtige Hunde

Spezielles Diätfutter kann helfen, wenn ein Hund zu den besonders gierigen Vertretern gehört. Auch kommt es infrage, wenn sportliche Aktivitäten aufgrund von Krankheit oder Alter kaum möglich sind. Es besteht vor allem aus  kalorienarmen Proteinquellen. Dazu zählen zum Beispiel mageres Lamm-, Hühner- und Putenfleisch und fettarmer Fisch wie Rotbarsch. Alternative Eiweißquellen wie Insekten sind bei dieser Ernährungsform ebenfalls geeignet. 

In der Regel sind auch Gemüsesorten mit einem hohen Anteil an unlöslichen Ballaststoffen wie zum Beispiel Rote Bete und Spinat im Diät-Menü zu finden. Das erklärt den erhöhten Rohfaseranteil im Futter. Die pflanzlichen Zutaten unterstützen den Verdauungstrakt und tragen zu einem Sättigungsgefühl bei.

Kalorienarme Snacks

Hochkalorische Snacks sind bei einer Hunde-Diät zu vermeiden. Darunter zählen Leckerlis mit Zuckerzusatz, getrocknete Schweineohren, Käse und Leberwurst. Hundehalter können sie durch leichte Alternativen ersetzen, wie zum Beispiel Gurke oder andere für Hunde erlaubte Gemüsesorten. Obst ist aufgrund des Fruktosegehalts nur in Maßen geeignet. Besonders zuckerarm sind Himbeeren und Brombeeren.

Für eine leckere Belohnung ohne Reue empfehlen wir dir den Diät-Snack Perfect Weight mit nur 2 kcal pro Stück. In ihm stecken viele funktionelle Zutaten wie Rote Bete, L-Carnitin sowie eine wertvolle Kombination aus Pro- und Präbiotika zur Unterstützung der Verdauung.

Perfect Weight

Perfect Weight

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Kalorienreduzierte Snacks

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  • fördert die Fettverbrennung
  • kalorienreduziert (nur 2 kcal pro Snack)
  • reich an wertvollen Ballaststoffen
  • unterstützend beim Abnehmen
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Mein Hund muss abnehmen: Tipps für eine erfolgreiche Hunde-Diät

Hund rennt auf einer Wiese einem Ball hinterher

Mein Hund ist Hund zu dick: Bereits mit der Einsicht ist viel gewonnen, um seine Gesundheit zu fördern. Schließlich sind überschüssige Pfunde nicht nur ein kosmetisches Problem - sie fördern zahlreiche Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Arthrose und Herz-Kreislauf-Krankheiten und erhöhen das Narkoserisiko.

Letztendlich zählt dauerhaftes Übergewicht zu den lebensverkürzenden Faktoren bei unseren geliebten Hunden. 

Nach der Erkenntnis ist es wichtig, die Gewichtsreduktion bedarfsgerecht und mit System anzugehen. Wir zeigen dir, was dabei alles zu beachten ist:

Kläre beim Tierarzt mögliche Ursachen ab

Übergewicht beim Hund kann auch gesundheitliche Ursachen haben. Um ernstzunehmende Erkrankungen wie eine Stoffwechselstörung auszuschließen, ist daher zunächst ein Besuch beim Tierarzt ratsam. Vor allem, wenn der Hund mehr als 10 Prozent über dem Normalgewicht auf die Waage bringt, du dir sein Übergewicht nicht erklären kannst oder der Hund immer weiter zunimmt. 

Häufig stecken harmlose Gründe dahinter: Nach einer Kastration verlangsamt sich der Stoffwechsel eines Hundes und dazu zeigt er einen gesteigerten Appetit.

Es gibt auch einige Hunderassen, die zu Übergewicht neigen. Zu guter Letzt führen zu viele gemütliche "Couch-Tage" in Folge oder eine Urlaubsbetreuung bei den Eltern mit vielen Leckereien schnell zu leichtem Übergewicht. 

In einer Tierarztpraxis hast du auch die Möglichkeit, einen Diät-Plan für deinen Hund zu erhalten. 

Erstelle einen passenden Diät-Plan

Mein Hund muss abnehmen - aber wie? Für gute Erfolgschancen ist es empfehlenswert, einen individuellen Diät-Plan auszuarbeiten. Dabei handelt es sich um eine gezielte Strategie, die zu einer Gewichtsreduktion führt. In dem Plan fließen folgende Komponenten mit ein:

  • Zielsetzung: Die Hauptsache ist, dass die Gewichtskurve schrittweise bergab geht. Einigen Hundehaltern hilft es jedoch, Etappenziele zu definieren. Ein übergewichtiger Hund sollte in der Regel 1 bis maximal 2 Prozent seines derzeitigen Körpergewichts pro Woche verlieren. Das macht bei einem Hund mit 20 Kilogramm Ausgangsgewicht 0,2 - 0,4 kg pro Woche.
  • Berechnung des täglichen Energiebedarfs: Hiermit ist die Menge, die ein Vierbeiner für seine Lebensfunktionen und Leistungsfähigkeit benötigt, gemeint. Bei der Berechnung fließen Parameter wie Größe, Gewicht, Alter, Hunderasse, Kastration und Aktivitätslevel mit ein.
  • Nährstoffbilanz: Eine gesunde Diät gewährleistet die Versorgung aller wichtigen Mikro- und Makronährstoffe. Auch das wichtige Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,3:1 muss gegeben sein.  
  • Körperliche Aktivitäten: Die Tätigkeiten werden auf den Hund abgestimmt - sein Gesundheitszustand, seine Kondition und auch seine Vorlieben sind bei der Wahl entscheidend.
  • Spezielle Bedürfnisse: Faktoren wie Allergien, Nierenerkrankungen oder Gelenkbeschwerden müssen bei der Erstellung selbstverständlich berücksichtigt werden. 
  • Gewichtskontrolle: Ein Wiegetag pro Woche (z. B. morgens nach dem ersten Spaziergang) gibt Aufschluss darüber, ob sich der Hund auf der Zielgeraden befindet oder die Diät korrigiert werden muss.

Wiege das Futter unbedingt ab (!)

Wenn es um die exakte Berechnung der Futtermenge geht, kann es weder ein Messbecher noch ein geschultes Auge mit einer Küchenwaage aufnehmen. Daher ist es unbedingt zu empfehlen, alle Tagesrationen vor dem Servieren abzuwiegen. So bekommt der Abnehm-Kandidat nicht aus Versehen zu viel, aber auch nicht zu wenig Futter.

Die beste Maßnahme. um Übergewicht vorzubeugen, ist das Abwiegen des Futters. Nur so hast du die Kontrolle über die richtige Kalorie- und Nährstoffzufuhr.

Sorge für ausreichend und schonende Bewegung

Hüftgold drückt bei jedem Schritt auf die Gelenke. Dennoch darf eine auf den Hund angepasste Bewegung im Rahmen einer Gewichtsabnahme nicht zu kurz kommen. Bei einem leichten Übergewicht (1-10 Prozent über dem Idealgewicht) reicht es oft aus, die Dauer der täglichen Spaziergänge zu erhöhen. 

Ergänzend dazu oder bei starkem Übergewicht kannst du unter Absprache mit dem Tierarzt schonende Aktivitäten einbauen, wie z. B.:

  • Schwimmen, 
  • Wanderungen, 
  • Waldspaziergänge 
  • und Trainingseinheiten in einer Physiotherapiepraxis für Hunde 


Ein weiterer Tipp: Nasenarbeit ist eine anspruchsvolle Aktivität, die viele Kalorien beim Hund verbrennt. Ein Suchspiel mit den täglichen Spaziergängen zu verbinden, ist somit die ideale Beschäftigung für Hunde auf Diät!  

Auch nach dem Abnehmprogramm ist es wichtig, auf ein gesundes Maß an Bewegung zu achten. Muskelgewebe benötigt bekanntermaßen mehr Energie als Fettgewebe - dadurch sinkt das Risiko eines Jo-Jo-Effekts. 

Gewöhne deinen Hund schrittweise an das neue Futter

Falls ein Futterwechsel ratsam ist, sollte eine Umstellung über einen Zeitraum von etwa einer Woche erfolgen. In der ersten Woche bereitest du weiterhin das gewohnte Futter zu, allerdings reduzierst du allmählich die Menge und fügst stattdessen mehr vom Diätfutter hinzu. Ein zu rascher Wechsel kann unangenehme Folgen - wie Durchfall, Verstopfungen und Blähungen - hervorrufen. 

Hinweis: Bei ernährungssensiblen Hunden dauert dieser Umstellungsprozess möglicherweise länger als 7 Tage. Gleiches gilt bei einer Umstellung von verschiedenen Futterarten wie zum Beispiel von Trockenfutter auf Diät-Nassfutter.

Halte dir das Ziel vor Augen

Hunde-Diäten erstrecken sich in der Regel über einige Wochen und in manchen Fällen mehrere Monate. Leider ist oft zu beobachten, dass einige Hundehalter die Gewichtsreduktion vorzeitig beenden - mit einem Abbruch wird jedoch keinem übergewichtigen Vierbeiner geholfen. 

Auch, wenn es zeitweise schwierig ist: Es ist wichtig, an dem Ziel festzuhalten und nicht einzuknicken. Schließlich geht es um die Lebensqualität, Gesundheit und Lebensdauer des besten Freundes. Mache dir immer wieder die Dringlichkeit einer Diät bewusst und konzentriere dich auf die positiven Folgen nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme. 

Dokumentiere Fortschritte

Controlling für die schlanke Linie: Das regelmäßige Wiegen und das Notieren ermöglicht es erst, den Fortschritt einer Diät präzise zu verfolgen. Zeigt die Waage weniger an, sorgt das auch für einen ordentlichen Motivationsschub. Die Ergebnisse trägst du am besten in einer Tabelle ein. Zusätzlich kannst du jede Woche ein Ganzkörperfoto deines Lieblings (von oben oder von der Seite) schießen und in einem Extra-Album abspeichern.  

Kleine Schwankungen sind während einer Hunde-Diät normal, allerdings sollte eine Tendenz klar erkennbar sein. Falls du in den ersten Wochen keine Fortschritte notierst, dann braucht der Diät-Plan ein Update.

Beziehe alle Familienmitglieder mit ein

Unterrichte Mitbewohner, Nachbarn, Freunde und die Familie über die Diät deines Hundes. Erzähle ihnen, wie wichtig es ist, dass jetzt alle an einem Strang ziehen und keiner bei dem allerliebsten Dackelblick schwach wird. So vermeidest du, dass dein Liebling kalorienreiche Snacks von anderen Menschen erbeutet und hältst konsequent an dem Diät-Programm fest.

Fazit: Wie kann mein Hund richtig abnehmen?

Hund sitzt vor gesunden Lebensmitteln und einem Futternapf

Mit den richtigen Maßnahmen und Durchhaltevermögen ist das Idealgewicht für einen Hund zum Greifen nah. Eine Gewichtsreduktion kann zwar für Hundehalter herausfordernd sein, aber: Der Kampf gegen die Kilos macht sich immer ausgezahlt.

  • Ausreichend und schonende Bewegung
  • Kognitive Beschäftigung
  • Abwiegen des Hundefutters


Mit jedem Pfund, das der Hund verliert, gewinnt er an Lebensfreude und Vitalität. 

FAQs zum Thema Abnehmen

Warum sollte mein Hund abnehmen?

Adipositas kann die Lebensqualität eines Hundes stark beeinträchtigen. Darüber hinaus stellt Übergewicht einen Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar und gilt als lebensverkürzender Faktor.

Welche Maßnahmen helfen bei einer Diät?

Eine Kombination aus Ernährungsumstellung (kalorienarmes Alleinfutter) und einer schonenden Bewegung ist zielführend. Selbstverständlich sollten auch fettreiche Snacks wie zum Beispiel Schweineohren oder Leberwurst verbannt werden.

Welches Futter eignet sich beim Abnehmen?

Kalorienarme Proteinquellen für Hunde sind unter anderem Lamm-, Hühner- und Putenfleisch sowie fettarmer Fisch wie Rotbarsch und Insekten. Ballaststoffreiche Zutaten wie zum Beispiel Rote Bete, Möhren und Kürbis unterstützen den Verdauungstrakt und tragen zu einem Sättigungsgefühl bei.

Muss ich bei Übergewicht zum Tierarzt?

Ein Tierarzt bietet wertvolle Unterstützung bei einer Gewichtsreduktion an. Du kannst in seiner Praxis zunächst einen allgemeinen Check-up machen und danach einen individuellen Diät-Plan erhalten. Wenn dein Hund über die Feiertage etwas zugenommen hat, dann kannst du das Gewichtsmanagement auch allein angehen.

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