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Gesunde Hunderassen: 10 robuste Vierbeiner Die gesündesten Hunderassen: Auf welche Faktoren ist zu achten? Sind Mischlingshunde gesünder als Rassehunde? Gesunde Hunderassen: Fazit
australian kelpie eine gesunde hunderasse

10 gesunde Hunderassen im Überblick

Ob Chihuahua, Cocker Spaniel oder Bernhardiner: Nahezu jede Hunderasse hat mit rassetypischen Beschwerden zu kämpfen. Wenn es aber um die Anzahl an Krankheiten und deren Eintrittswahrscheinlichkeit geht, gibt es in der Gesamtheit aller Rassehunde große Unterschiede. In diesem Ratgeber-Artikel stellen wir dir 10 gesunde Hunderassen vor. Im Anschluss erhältst du einen Überblick über die wichtigsten Faktoren, die sich entweder positiv oder negativ auf die Gesundheit unserer Doggos auswirken können.
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Gesunde Hunderassen: 10 robuste Vierbeiner Die gesündesten Hunderassen: Auf welche Faktoren ist zu achten? Sind Mischlingshunde gesünder als Rassehunde? Gesunde Hunderassen: Fazit

Gesunde Hunderassen: 10 robuste Vierbeiner

malinois

1.     Malinois

Einst war der Deutsche Schäferhund der Polizeihund schlechthin in Deutschland. Seit längerer Zeit hat ihn eine Variante des Belgischen Schäferhundes abgelöst. Dieser “Personalwechsel” hat auch gesundheitliche Gründe.

Der Malinois ist wendiger und vor allem weniger krankheitsanfällig als sein deutsches Pendant. Insbesondere kommt die schmerzhafte Hüftdysplasie, von der leider viele Deutsche Schäferhunde betroffen sind, beim Malinois weitaus seltener vor.

bayerischer gebirgsschweißhund

2.     Bayerischer Gebirgsschweißhund

Einer bestimmten Berufsgruppe vorbehalten: Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist vorwiegend an der Seite von Jägern zu sehen. Er zeichnet sich durch einen extrem guten Spürsinn und einen hohen Arbeitswillen aus. 

Rassedispositionen sind bei dem Bayern vergebens zu suchen. Diese erfreuliche Nachricht leuchtet auch ein. Jäger sind auf einen Partner an ihrer Seite angewiesen, der robust und weniger anfällig für körperliche Beschwerden ist.

berger picard

3.     Berger Picard

Der Berger Picard sieht mit seinen großen Stehohren und seinem strubbeligem Fell nicht nur liebenswert aus – er hat auch kaum gesundheitliche Beschwerden. Die weit verbreitete Hüftdysplasie bei mittelgroßen und großen Hunden wird bei ihm nur äußerst selten diagnostiziert.

Des Weiteren liegen beim Berger Picard seit Jahren strenge Zuchtzulassungen vor. So müssen Fachtierärzte für Augenheilkunde vor der Verpaarung bescheinigen, dass die Elterntiere weder eine Retinadysplasie (RD) noch eine Progressive Retinaatrophie (PRA) vorweisen.

border terrier

4. Border Terrier

Kein Schoßhund: Der Border Terrier ist zwar einer der kleineren Hunde in dieser Liste, aber dennoch durch und durch ein Jagdhund. Ganz nach alter “Terriermanier” hinterfragt er gerne mal die Kommandos seines Menschen. Zudem ist er sehr vital und bewegungsfreudig - stundenlange Wanderungen in der Natur sind für ihn keine große Sache.

Im Gegensatz zu anderen Erdhunden hat der Border Terrier keine kurzen Beinchen, die sich negativ auf seine Gesundheit auswirken können. Es gibt viele Berichte über Border Terrier, die ein stolzes Alter erreicht haben.

podenco

5. Podenco

In Spanien ansässige Tierschutzvereine halten in ihren Tierheimen viele Podencos, die zur Vermittlung stehen. Dass die Jagdhunde mit einer robusten Gesundheit ausgestattet sind, ist noch ein Grund mehr, sich für eine Adoption zu entscheiden. Aber Vorsicht: Der Podenco ist kein Einsteigerhund - er braucht erfahrene Menschen, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können.

Aufgrund ihrer Herkunft besteht ein gewisses Risiko an Mittelmeerkrankheiten wie Leishmaniose. Seriöse Vereine testen jedoch ihre Schützlinge, bevor sie vermittelt werden - achte bitte bei der Adoption auf diese wichtige Vorgehensweise!

groenlandhund

6. Grönlandhund

Der stämmige Vierbeiner aus dem hohen Norden strotzt vor gesundheitlicher Robustheit. Dieses Kriterium war und ist bis heute ein wichtiges Zuchtziel beim Grönlandhund. Allgemein gelten viele nordische Hunderassen - insbesondere Schlittenhunde - als ursprünglich und haben wenig gesundheitliche Beschwerden.

Sein dichtes Fell mit Unterwolle schützt den Grönlandhund vor eisiger Kälte. Wie bei großen Hunden leider üblich, kann eine gewisse Disposition für eine Hüftgelenksdysplasie gegeben sein. Allerdings sorgen strenge Zuchtlinien dafür, das Risiko so gering wie nur möglich zu halten.

sloughi

7. Sloughi

Sloughis gab es schon im alten Ägypten, wo sie von den Menschen verehrt wurden. Typisch für einen Windhund ist auch der Sloughi zu Hause ein ruhiger Geselle. Draußen aber zeigt er sein aktives Naturell - er braucht jede Menge Auslauf!

Dieser Windhund ist ein robuster Vierbeiner, der bis zu 14 Jahre alt werden kann. Aufgrund seines Körperbaus sind Magendrehungen beim Sloughi etwas wahrscheinlicher. Das Risiko lässt sich aber durch gezielte Maßnahmen (z. B. Ruhe nach dem Essen und Aufteilung der täglichen Futterration in kleine Mahlzeiten) eindämmen.

australian kelpie

8. Australian Kelpie

Dieser Australier ist ein agiler Hund, der auf Farmen Rinderherden treibt und Schafherden hütet. Für diesen anspruchsvollen Job braucht es jede Menge Durchsetzungsvermögen und körperliche Fitness. Der Australian Kelpie ist genau damit gesegnet.

Zu erwähnen sei die zerebelläre Abiotrophie - dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Nervensystems, die bereits in den ersten Lebenswochen eintreten kann. Diese überwiegend genetisch bedingte Krankheit kommt nur in äußerst seltenen Fällen bei dieser Hunderasse vor. Viele Kelpies bleiben bis ins hohe Alter gesund!

norfolk terrier

9. Norfolk Terrier

Ein zäher Rattenfänger: Der Norfolk Terrier ist ein ausdauernder, selbstbewusster und mutiger Hund. Mit liebevoller Konsequenz wird der kleine Doggo zum besten Freund des Menschen.

Die zierlichen Norfolk Terrier mögen zwar den Eindruck erwecken, sie wären empfindlich und womöglich auch anfällig für Krankheiten. Dem ist aber glücklicherweise nicht so - sie gelten als gesunde Hunderasse. Übrigens: Auch der nahe Verwandte des Norfolk Terriers, der Norwich Terrier, erfreut sich bester Gesundheit!

american water spaniel

10. American Water Spaniel

Dieser Jagdhund aus den USA kommt hierzulande - wie viele der Hunde aus unserer Top-10-Liste - eher selten vor. Es handelt sich um einen bemuskelten Vierbeiner, dessen Fell wasserabweisende Eigenschaften besitzt. Das hat einen praktischen Hintergrund: Der mittelgroße Hund ist ein Spezialist für die Jagd im und am Wasser. 

Der American Water Spaniel findet bei aktiven Menschen ein Zuhause. Rassetypische Erkrankungen sind nicht dokumentiert. Fällt die Wahl auf die amerikanische Hunderasse, sollten sich Interessenten aber gezielt über den Umgang mit dem kleinen Genpool beim Züchter informieren.

Die gesündesten Hunderassen: Auf welche Faktoren ist zu achten?

Die obige Liste stellt wie bereits erwähnt nur eine kleine Auswahl an gesunden Hunderassen dar. Mit den folgenden Infos möchten wir dir das nötige Rüstzeug an die Hand geben, mit dem du den Gesundheitsstand von Hunderassen gut einschätzen kannst. Sie erfüllt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit - verschafft dir aber einen guten Überblick zu den wichtigsten Faktoren. Bei weiterführenden Fragen wende dich bitte an deinen Tierarzt.

grosser kleiner hund

Größe:

Bei der Hundezucht sollte es darum gehen, alle Extreme – sowohl die Teacup-Hunde als auch den Gigantismus – zu vermeiden. Dieses Bestreben geht auf die Kosten der Tiere. Mini-Chihuahuas laufen beispielsweise Gefahr, dass sich ihre Fontanelle nicht schließt. Bei besonders großen und stämmigen Hunden sind oft Arthrose oder andere Gelenkprobleme bereits im frühen Alter so gut wie vorprogrammiert. 

Grundsätzlich nimmt die Widerristhöhe von Hunden Einfluss darauf, wie lange ein Vierbeiner lebt. Nähere Informationen dazu gibt es unter dem Punkt “Lebenserwartung”.

Schädelform:

Brachyzephale Hunderassen - darunter fallen Möpse und Französische Bulldoggen - sind vor allem an ihren platten Schnauzen zu erkennen. Die zu langen Gaumensegel und verengten Nasenhöhlen und -löcher führen zu Atemproblemen

Das allein stellt bereits eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Es kommen leider aber noch viele erhöhte Risiken, wie beispielsweise Anfälligkeiten für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Zahnstein, Übergewicht und Hitzekollaps hinzu. 

husky

Körperbau:

Alle extremen Abweichungen der gängigen Körperform können sich als problematisch erweisen. So neigen Hunde mit besonders kurzen Beinen, einem langen Rücken oder einem gedrungenen Körper zu diversen gesundheitlichen Problemen. 

Der Dackel beispielsweise hat durch seinen ungewöhnlichen Körperbau ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle. Auch kann sich daraus eine schwerwiegende Gelenkerkrankung - die sogenannte Dackellähme - entwickeln. 

Ein Körperbau, der in sich proportional und harmonisch ist, kann sich dagegen vorteilhaft auf die Gesundheit und allgemeine Fitness auswirken.

Fellbeschaffenheit:

Das Haarkleid dient den Hunden als Schutz vor Kälte – aber auch vor UV-Strahlen. Hunde mit einem hellen, kurzen Haar ohne Unterwolle oder Nackthunde laufen eher Gefahr, sich eine Unterkühlung oder einen Sonnenbrand zuzuziehen. Hier können allerdings unterstützende Maßnahmen wie Hundesonnencreme oder ein wärmender Mantel entgegenwirken. 

Auch der sogenannte Ridge stellt bei Hunden ein Gesundheitsrisiko dar. Der Fellkamm, der entlang der Wirbelsäule in die entgegengesetzte Richtung wächst, geht mit einem erhöhten Risiko für Dermoid Sinus ein.

labrador hell braun schwarz

Fellfarbe:

Exotische Fellfarben wie Merle, Silber und Blau sind mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich um Genmutationen, die eine solche außergewöhnliche Färbung hervorrufen. 

Bei einigen Hunden, wie z. B. dem Weimaraner mit dem Dilute-Gen oder beim Australian Shepherd mit nur einem Merle-Gen, gibt es Entwarnung. Treffen aber bestimmte Kriterien aufeinander, können aus diesen Genmutationen schwerwiegende Gesundheitsrisiken resultieren. 

Nicht immer müssen außergewöhnliche Farben die Ursache für Krankheiten sein.  Forschende haben herausgefunden, dass der Chocolat Labrador Retriever im Vergleich zu den gelben und schwarzen Vertretern eine geringere Lebenserwartung aufweist. Auch eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten ist gegeben. Es wird vermutet, dass diese Tatsache dem kleineren Genpool der Schoko-Labradore geschuldet ist. 

Haut:

Hunde mit faltiger Haut haben ein erhöhtes Risiko für Hautentzündungen. Der Grund dafür ist recht simpel: Die Haut wird zwischen den Falten weniger gut belüftet und es können sich leichter Schmutz und Feuchtigkeit ansammeln. Hier ist eine regelmäßige Pflege seitens des Menschen nötig, um Entzündungen vorzubeugen.

Von Faltenbildung betroffene Hunderassen sind zum Beispiel Mastino Napolitano, Bordeaux Dogge und Shar Pei. Was den Grad der Faltenbildung betrifft, so bestehen zwischen den Hunden teilweise große Unterschiede. Festzuhalten ist aber: Einen Nutzen haben Falten beim Hund nicht - vielmehr können sie dermatologische Beschwerden begünstigen.

Augen und Augenlider:

Die Position der Augen ist entscheidend für ihre Gesundheit. Bei brachyzephalen Hunden stehen die Augäpfel hervor (Exophthalmus), sodass sie nicht wie normalerweise vor Schmutz, Pollen und Staub geschützt sind. Dieser Umstand führt zu häufigeren Bindehautentzündungen. 

Hängende und nach außen gedrehte Augenlider (Ektropium) wie sie beispielsweise beim Basset Hound zu finden sind und eingerollte Lider (Entropium), von denen z. B. Collies häufiger betroffen sind, gehen ebenfalls mit verschiedenen Beschwerden einher.

Rassedispositionen:

Auch vom Aussehen vermeintlich gesunde Hunderassen – wie zum Beispiel der athletische Golden Retriever – schaffen es leider nicht in unsere Liste. Traurigerweise gibt es unzählige genetisch bedingte Krankheiten, die bei einigen Rassehunden als ernstzunehmendes Risiko einzustufen sind. Alle zu benennen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Bekannte vererbbare Krankheiten sind unter anderem:

  • Ellbogen- und Hüftdysplasien treten beispielsweise bei Golden und Labrador Retrievern und Deutschen Schäferhunden vermehrt in Erscheinung. 
  • Die Diagnose Patellaluxation erhalten tendenziell kleinere Hunderassen wie Yorkshire Terrier, Bolonka Zwetna und Zwergpudel. 
  • Ein erhöhtes Risiko für Epilepsie besteht unter anderem bei Border Collies, Beagles und Australian Shepherds. 
  • Beim Cavalier King Charles Spaniel sind unter anderem eine Fehlfunktion der Herzklappen (Mitral Valve Disease) und eine Syringomyelie erblich bedingt.


Nicht nur die Gene, sondern auch die Haltung spielen bei der Hundegesundheit eine große Rolle. Mit regelmäßigen Check-ups, gesundem Futter und bedürfnisgerechter Auslastung kannst du die Gesundheit deines Lieblings unterstützen. 

Wer seinen Hund - ob Rassehund oder Mischling - von Anfang an mit wichtigen Nährstoffen versorgen möchte, dem empfehlen wir unseren Funktionssnack Puppy Power. Das wohlschmeckende Leckerli unterstützt ein gesundes Wachstum und den Aufbau eines starken Nerven- und Immunsystems.

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Lebenserwartung

Dieser Faktor ist nur bedingt relevant für die Auswahl. Auch wenn es zunächst etwas widersprüchlich klingt: Wie lange ein Hund einer bestimmten Rasse im Durchschnitt lebt, hat nicht immer Aussagekraft über seine Gesundheit. 

Grundsätzlich ist es so, dass neben der Haltung, Pflege und Ernährung vor allem die Größe Einfluss auf den Alterungsprozess nimmt. Kleine Hunde haben bekannterweise eine höhere Lebenserwartung als ihre größeren Artgenossen. Der aktuelle Stand der Wissenschaft (1) besagt: Große Hunde - wie Deutsche Doggen, Bernhardiner und Mastiffs - sterben früher, weil ihr Alterungsprozess schneller voranschreitet. 

Der oxidative Stress, der beim Wachstum entsteht, ist in diesem Ausmaß bei kleineren Hunderassen nicht gegeben. Automatisch gesund sind Doggos mit Lebenserwartungen bis zu 16 Jahren aber nicht. Malteser, Pekinesen und Co. haben durchaus mit rassetypischen Krankheiten zu kämpfen.

Sind Mischlingshunde gesünder als Rassehunde?

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Mischlingshunde sind gesünder - diese Annahme ist weit verbreitet. Doch ist wirklich etwas Wahres daran? Grundsätzlich ist nicht davon auszugehen, dass Mischlingshunde gesundheitlich besser aufgestellt sind als reinrassige Vertreter. 

Zu diesem Ergebnis kam eine großangelegte Studie (2) mit über 27.000 Hunden, die im Zeitraum zwischen 1995 und 2010 auf Krankheiten untersucht wurden. Es gibt allerdings einzelne Krankheiten (3), die tendenziell häufiger bei bestimmten Rassehunden auftreten.

Es gibt Pro- und Contra-Punkte für beide Parteien.

Strenge Zuchtauflagen von verantwortungsvollen Vereinen, die Erbkrankheiten innerhalb der Rasse minimieren möchten, sprechen für einen Rassehund. Allerdings liegen bei einigen Rassehunden fragwürdige Standards und ein geringer Genpool vor. Diese beiden Faktoren können sich nachteilig auswirken.

Bei Mischlingshunden ist das Problem der Inzucht nicht gegeben - sie haben das große Los der genetischen Vielfalt gezogen. Auch fallen Hunde aus einer zufälligen Verpaarung (beabsichtigten) Übertypisierungen nicht zum Opfer. Allerdings liegt es auf der Hand, dass ein Mix aus Elterntieren mit einer genetischen Vorbelastung auch im Laufe seines Lebens erkranken kann. 

Gesunde Hunderassen: Fazit

Damit es in Zukunft noch viel mehr Vierbeiner gibt, die ein gesundes und glückliches Leben führen können, kommt es auf jeden einzelnen an. Züchter stehen in der Verantwortung, fragwürdige äußere Merkmale wie das Kindchenschema aus ihrer Agenda zu verbannen.

Für gesunden Nachwuchs setzen zudem viele Züchtervereine vorige Gentests der Elterntiere für die Zuchtzulassung voraus. Der Status quo zeigt jedoch, dass noch viel Luft nach oben besteht. 

Dann kommt es natürlich auf das Kaufverhalten von zukünftigen Hundebesitzern an. Neben der Frage “Welcher Hund passt zu mir?” sollte unbedingt die Gesundheit der Hunderasse ein entscheidendes Kriterium sein. 

Wenn die Wahl auf einen Rassehund fällt, dann sind im Voraus Informationen über  rassetypische Krankheiten einzuholen. Gibt es eine Vielzahl an gesundheitlichen Risiken oder steht sogar der Vorwurf der Qualzucht im Raum? Dann ist aus ethischer Sicht von der Hunderasse dringend abzuraten, es sei denn der Hund kommt aus dem Tierschutz. 

Wenn ein Rassehund aber grundsätzlich als gesund gilt und es nur wenige und nicht schwere Krankheiten gibt, dann empfehlen wir, gezielt beim Züchter nach einem Gesundheitszeugnis beider Elterntiere zu fragen. 

Zum Schluss noch ein wichtiger Appell: Das Aussehen eines Doggos sollte niemals an erster Stelle stehen! Das wird spätestens dann klar, wenn gerade sein schönes Fell, seine Kulleraugen oder seine ausgefallenen Falten es sind, die ihm zum Verhängnis werden. 


Quellen:

(1) DE;, Kraus C;Pavard S;Promislow. “The Size-Life Span Trade-off Decomposed: Why Large Dogs Die Young.” The American naturalist. Accessed May 2, 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23535614/.&nbsp

(2) Bellumori TP;Famula TR;Bannasch DL;Belanger JM;Oberbauer AM; “Prevalence of Inherited Disorders among Mixed-Breed and Purebred Dogs: 27,254 Cases (1995-2010).” Journal of the American Veterinary Medical Association. Accessed May 2, 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23683021/.&nbsp

(3) HSVMA congenital and Heritable Disorders Guide aug 2012. Accessed May 2, 2023. https://www.hsvma.org/assets/pdfs/guide-to-congenital-and-heritable-disorders.pdf.&nbsp

FAQs - Gesunde Hunderassen

Welcher Hund ist am gesündesten?

Es gibt keine Hunderasse, die offiziell den ersten Platz im Ranking der gesündesten Hunde belegt. Aber: Einige haben ein niedrigeres Risiko für bestimmte Erkrankungen. Dazu zählen beispielsweise der American Water Spaniel und der Australian Kelpie.

Welcher Hund ist am robustesten?

Besonders robuste Hunderassen sind vorwiegend in der Kategorie der Jagdhunde und Schlittenhunde zu finden. Diese Vierbeiner wurden auf Leistung und körperliche Fitness hin gezüchtet - das Aussehen spielte oft nur eine untergeordnete Rolle.

Welcher Hund ist am wenigsten überzüchtet?

Wenn wir uns auf die Suche nach einem Hund begeben, bei dem Überzüchtung kein Thema ist, dann müssen wir auf eher seltene und ursprüngliche Hunderassen schauen. Dazu zählen unter anderem der Grönlandhund und der Sloughi.

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