Hundeanschaffung was gibt es zu beachten?

Hunde begleiten uns Menschen schon sehr lange. Kein Wunder, schließlich sind sie knuffig und stehen uns treu zur Seite. Falls Sie und Ihre Familie sich einen Hund anschaffen möchten, gibt es jedoch Einiges zu beachten. Denn ein Hund bedeutet schließlich sehr viel Verantwortung! Damit Sie und ihr vierbeiniger Freund bald ohne Hürden in ihr gemeinsames Leben starten können, haben wir für Sie die wichtigsten Informationen bereitgestellt.


INHALTSVERZEICHNIS 

  1. 11 wichtige Aspekte die vor der Anschaffung beachtet werden müssen
    1. Familienmitglieder
    2. Hundehaare Allergie
    3. Genehmigung des Vermieters
    4. Versorgung des Hundes
    5. Kosten der Hundeanschaffung
    6. Hundesteuer & -verordnungen
    7. Unerwartete Mehrkosten
    8. Hunde Erziehung
    9. Übrige Haustiere vertraut machen
    10. Hunde Sicherheit Zuhause
    11. Außerplanmäßige Betreuung
  2. Alle Hundeanschaffung kosten auf einem Blick
    1. Einkaufsliste – vor dem Einzug
    2. Anschaffungskosten
    3. Tierarztkosten
    4. Hundesteuer
    5. Hundeversicherung
  3. Welcher Hund passt zu Mir?
    1. Welpe oder ausgewachsener Hund?
    2. Mischling oder Rassenhund?
    3. Tierheim oder Züchter?
  4. Fazit

1. Die 11 wichtigsten Aspekte die vor der Anschaffung eines Hundes beachtet werden müssen

I. Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einverstanden?

Da sich im Idealfall alle im Haushalt lebenden Person um den neuen tierischen Mitbewohner kümmern sollen, ist es wichtig zu wissen ob alle mit dessen Einzug einverstanden sind. Stellen Sie sicher, dass niemand in Ihrem näheren Umfeld Angst vor Hunde hat.

II. Ist niemand in der Familie gegen Hundehaare allergisch?

Sollten Sie in der Vergangenheit noch nicht viel Kontakt zu Hunden gehabt haben, ist es wichtig, eine Tierhaarallergie auszuschließen. Versuchen Sie doch, Hunde im Bekanntenkreis oder in der Familie ausfindig zu machen und verbringen Sie etwas Zeit mit Ihnen. Außerdem können Sie so schon ein Gefühl für den Umgang mit Ihrem eigenen Tier bekommen.

III. Liegt eine Genehmigung des Vermieters vor?

Für zukünftige Hundebesitzer, die in einer Mietwohnung leben ist es unbedingt notwendig sich das Einverständnis des Vermieters zu holen bevor man sich ein Tier ins Haus holt. So vermeiden Sie unnötige Konflikte und können die Zeit mit Ihrem vierbeinigen Freund ungestört genießen.

IV. Ist die Versorgung des Hundes gewährleistet? Ist es zeitlich möglich dem Hund täglich mehrere Stunden zu widmen?

Hunde benötigen tägliche Spaziergänge und Zuwendung. Stellen Sie sicher, dass Sie bereit sind ihrem Vierbeiner mindestens 3 Stunden zu widmen. Außerdem sollte ein Hund nicht zu lange allein sein. Stellen Sie sicher, dass ihr Tier auch während ihrer Abwesenheit (wie zum Beispiel während der Arbeit) gut umsorgt wird.

V. Sind die zu erwartenden Kosten der Hundeanschaffung realistisch geschätzt worden?

Als zukünftiger Hundebesitzer sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass die anfallenden Kosten für Ihr Tier nicht zu unterschätzen sind. Mehr dazu finden Sie hier.

VI. Besteht Klarheit über eventuell anfallende Hundesteuer und Hundeverordnungen?

Sie müssen ihren Hund bei der Stadt oder Gemeinde melden und eine jährliche Gebühr entrichten. Je nachdem wo Sie leben müssen Sie eventuell einen Sachkundenachweis erbringen. Außerdem gibt es für einige Hunderasse (sog. Listenhunde) spezifische Vorschriften und zusätzliche Gebühren. Sollte Sie die Anschaffung eines solchen Tieres in Erwägung ziehen, informieren Sie sich bitte über die Hundeverordnungen in Ihrer Gemeinde.

VII. Ist die Familie in der Lage eventuell anfallende Mehrkosten wie für einen unerwarteten Tierarztbesuch zu tragen?

Wie wir Menschen können auch Hunde schwer erkranken. Stellen Sie sicher, dass Sie bereit sind die Kosten für eventuelle Operationen oder aufwendige Therapien zu tragen. Falls ihr Hunde vielleicht sogar mehrere Tage medizinisch behandelt werden muss, können sich diese auf mehrere Tausend Euro belaufen.

VIII. Hat ein oder mehrere Familienmitglieder genug Zeit, um den Hund zu erziehen und eine Hundeschule zu besuchen?

Egal ob bei Welpen oder erwachsenen Hunden, Erziehung sollte bei keinem Hund vernachlässigt werden. Machen Sie sich Gedanken darüber ob Sie lieber eine Hundeschule besuchen oder doch lieber allein mit einem Hundetrainer arbeiten möchte. Recherchieren Sie über Möglichkeiten in Ihrer Umgebung. Es gibt auch viele Möglichkeiten sich in sozialen Netzwerken mit anderen Hundebesitzern auszutauschen, wie zum Beispiel hier.

IX. Haben Sie Ihre übrigen Haustiere bereits mit Hunden vertraut gemacht?

Sollten Sie bereits einen Hund besitzen, ist Ihnen wahrscheinlich bekannt ob er mit anderen Hunden kompatibel ist und haben bereits eine Vorstellung von einem geeigneten Zweithund. Andere Tiere wie Katzen oder Heimtiere erfahren aber nicht zwangsläufig Kontakt zu Hunden, also sollten Sie sicherstellen, dass Ihr bereits bei Ihnen lebendes Haustier durch die Anwesenheit eines Hundes nicht gestresst oder sogar geängstigt wird.

 X. Ist Ihr Zuhause hundesicher?

Hunde sind meist sehr neugierig und erforschen gerne ihre Umgebung. Also sollten Sie sichergehen, dass das Umfeld des Hundes an ihn angepasst wird bevor er bei Ihnen einzieht.  Stellen Sie sicher, dass keine offenen Kabel oder Leitungen in Reichweite des Tieres gelangen können. Da Hunde bekanntlich sehr gut riechen und schmecken, sollte zukünftig auf scharfe und starkriechende Reinigungsmittel verzichtet werden. Falls der Hund Zugang zu einem Balkon oder Garten hat, sollte dieser ausbruchsicher gemacht werden. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Lebensmitteln die giftig für Hunde sind, wie Avocados, Knoblauch, Zwiebeln, Rosinen, Weintrauben, Schokolade und Kakao. Diese sollten also zukünftig sicher verwahrt werden.

XI. Ist die Betreuung des Hundes auch während der Urlaubszeit gesichert?

So groß die Freude über die Anschaffung eines Hundes auch sein mag, so müssen Sie jedoch auch bedenken wer Ihren vierbeinigen Begleiter versorgt während Sie verreist sind. Es gibt eine Vielzahl an privaten wie auch gewerblichen Hundebetreuungen. Wählen Sie eine geeignete Variante für Sie und Ihr Tier. Ist Ihr Hund sehr sozial, ist er vielleicht in einer Hundepension mit Artgenossen am glücklichsten. Oder ist Ihr Hund eher schüchtern, vielleicht sogar aggressiv oder hat eine chronische Erkrankung? Dann ist vielleicht eine private Einzelbetreuung die geeignetere Wahl. 


2. Alle Hundeanschaffung kosten auf einem Blick

I. Einkaufsliste – Was brauchen Sie bereits vor dem Einzug Ihres Hundes?

Bevor Ihr Hund bei Ihnen einziehen kann benötigen Sie einige Dinge um Ihren gemeinsamen Start so reibungslos wie möglich zu gestalten.

  • Mindestens 2 Näpfe- einen Futternapf und einen Wassernapf. Am besten aus Keramik oder Edelstahl, da diese am leichtesten zu reinigen sind
  • Leine und Halsband oder Geschirr aus Nylon oder Leder. Vor allem bei Welpen sind verstellbare und widerstandsfähige Modelle am besten geeignet. 
  • Bürste, Hundeshampoo und Krallenschere. Fellpflege ist vor allem bei langhaarigen Hunden unerlässlich. Gewaschen werden sollte Ihr Hund jedoch nur wenn sein Fell wirklich verdreckt ist. Die meisten Tiere empfinden diese Prozedur nämlich nicht als angenehm und werden dadurch eher gestresst. Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam daran. Lassen Sie sich das Kürzen der Krallen von Ihrem Tierarzt zeigen, anders wie bei Menschen kann ein falsch gesetzter Schnitt sehr schmerzhaft sein und kann sogar zu einer Krallenentzündung führen. 
  • Hundebett. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Stellen Sie allerdings sicher, dass das gekaufte Bett groß und bequem genug für Ihren Hund ist und stellen Sie dieses an einem ruhigen Ort auf.
  • Futter. Es gibt eine Vielzahl an Futtersorten und -arten. Lassen Sie sich hierbei am besten von Ihrem Tierarzt beraten, oder sprechen Sie bei Kauf eines Rassehundes mit Ihrem Züchter. Grundsätzlich muss eine artgerechte Ernährung abwechslungsreich und ausgewogen gestaltet werden, um die Bedürfnisse Ihres Hundes zu erfüllen. 

II. Wie hoch sind die Anschaffungskosten für den Hund?

Der Anschaffungspreis eines Hundes kann stark variieren. Bei einem Hund aus dem Tierheim wird eine Adoptionsgebühr erhoben, die meist nicht mehr als 200 Euro beträgt. Falls Sie jedoch einen Welpen von einem Züchter kaufen möchten, kann sich der Preis Ihres Tieres schon im vierstelligen Bereich befinden. 

III. Tierarztkosten was muss Ich berücksichtigen?

Bei Tierarztkosten muss zwischen regelmäßigen und besonderen Kosten unterschieden werden. Ihr Hund sollte mindestens einmal jährlich einen Checkup bekommen, um sicherzustellen, dass er gesund ist oder sich anbahnende Krankheiten möglichst schnell zu erkennen. Bei diesen Terminen wird das Tier meist auch geimpft und entwurmt. Planen Sie hierfür ca. 100-150 Euro ein. Leider können unsere vierbeinigen Freunde auch schwer erkranken. Da hier oft langwierige und aufwendige Therapien nötig sind, können hier schnell hohe Kosten entstehen. 

IV. Wie hoch ist die Hundesteuer?

Informieren Sie sich vor der Anschaffung Ihres Tieres über anfallende Gebühren bei Ihrer Gemeinde. Da diese sehr stark je nach Bundesland schwanken, können hier Kosten von bis zu 180 Euro pro Tier anfallen. In kleinen Gemeinden ist diese Abgabe oft billiger als in Großstädten. 

V. Welche Hundeversicherung gibt es?

Wenn Ihr Hund erkrankt möchten Sie sich nicht um die Kosten seiner Behandlung sorgen. Deshalb schließen viele Hundebesitzer eine Krankenversicherung für ihr Tier ab. Holen Sie hierzu am besten einige Angebote ein. Achten Sie dabei auf die Höhe der Selbstbeteiligung, die Art der gedeckten Kosten und ob der fällige Beitrag von der Rasse Ihres Hundes beeinflusst wird. Viele Firmen bieten außerdem Rabatte an, wenn man mehrere Tiere bei Ihnen versichert. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist in vielen Bundesländern verpflichtend. Sie schützt Sie außerdem vor finanziellen Schäden, die Ihr Hund verursacht hat. Neben Sachschäden fallen hier vor allem Unfälle mit Personenschäden ins Gewicht. Informieren Sie sich bei Ihrem Versicherungsberater über ein geeignetes Angebot.


3. Welcher Hund passt zu Mir?

I. Welpe oder ausgewachsener Hund?

Zuerst einmal sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie lieber einen Welpen oder einen bereits erwachsenen Hund zu sich nach Hause holen möchten. Beides bietet einige Vorteile. Während ein Welpe die Welt gemeinsam mit Ihnen kennenlernt, beherrschen ausgewachsenere Hunde meisten schon einige Kommandos und leben sich schneller bei Ihnen ein. 

II. Mischling oder doch lieber Rassehund?

Während man bei reinrassigen Tieren deren Größe, Gewicht und auch Wesen in etwa abschätzen kann, ist dies bei Mischlingshunden oft nicht ersichtlich. Ein Vorteil von sogenannten „Promenadenmischungen“ ist, dass bei Ihnen durch ihren größeren Genpool meist weniger Erbkrankheiten auftreten.

III. Tierheim oder Züchter?

Hat es Ihnen eine bestimmte Hunderasse angetan, kontaktieren Sie einen seriösen Züchter. Dieser kann Sie auch im Bezug auf Futter und Erziehung Ihres Welpen gut beraten.  Möchten Sie jedoch einem Tier aus einem Tierschutzverein ein neues Zuhause geben, kann man Ihnen dort meist bereits eine sehr gute Einschätzung über das Wesen Ihres neuen Begleiters geben.


4. Fazit

Auch wenn Sie einige Vorbereitungen und Vorkehrungen treffen müssen bevor Ihr Hund bei Ihnen einziehen kann, können Sie so jedoch entspannt in Ihr gemeinsames Leben starten.  Lassen Sie sich beiden Zeit für eine langsame Eingewöhnung, dann steht Ihnen nichts mehr im Weg!

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Julia Brüner
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