Inhaltsübersicht
Was sind die Analdrüsen des Hundes und wo sitzen sie? Welche Funktion haben Analdrüsen bei Hunden? Was sind häufige Probleme und deren Ursachen? Symptome einer Erkrankung oder Verstopfung der Analbeutel Verstopfte Analdrüsen: Was kann ich dagegen tun? Fazit
Analdrüsen des Hundes - mammaly

Analdrüsen beim Hund: typische Probleme, Ursachen & Maßnahmen

Die Analdrüsen (Sinus paranalis) der Hunde interessieren uns Hundehalter normalerweise recht wenig – warum auch?

Viele Hundehalter wissen oft gar nicht, dass ihr Hund Analdrüsen besitzt. Erst wenn sie anfangen zu stinken oder sich der Hund vermehrt am After leckt, werden viele Hundeeltern auf die Analbeutel aufmerksam.

In diesem Ratgeber erfährst du, was ihre Funktion ist, welche Probleme es mit dem Analbeutel geben kann und wie du deinem Hund helfen kannst.
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Was sind die Analdrüsen des Hundes und wo sitzen sie? Welche Funktion haben Analdrüsen bei Hunden? Was sind häufige Probleme und deren Ursachen? Symptome einer Erkrankung oder Verstopfung der Analbeutel Verstopfte Analdrüsen: Was kann ich dagegen tun? Fazit

Was sind die Analdrüsen des Hundes und wo sitzen sie?

Analdrüsen und Analbeutel werden als Begriff oft gleichgesetzt, wobei streng genommen bei den Hunden der Begriff „Analbeutel“ korrekt ist.

Die Analbeutel sind zwei dicht unter der Haut (in der Aftermuskulatur) eingebettete, liegende Drüsen am After. Schaut man den Hund von hinten an, wird die Position der Drüsen mit „etwa auf 8 und 16 Uhr“ beschrieben.

Das von den Drüsen produzierte Sekret wird in die Analbeutel abgegeben und dort gespeichert. Vielleicht hast du es schon mal "live" gesehen. Es ist bräunlich, flüssig bis fest und stinkt ziemlich.

In der Regel wird dieses Sekret dann beim Kotabsatz über einen Ausführungsgang in den After mit ausgeschieden: Wird der Kot aus dem Enddarm gepresst, so werden die Analbeutel durch den mechanischen Druck entleert.

Dies erklärt, warum Hunde mit (zu) weichem Kot vermehrt zu Verstopfungen oder Entleerungsstörungen der Analdrüsen leiden.

Welche Funktion haben Analdrüsen bei Hunden?

Hund schnüffelt an den Duftmarkierungen anderer Hunde

Fast alle Raubtiere besitzen Analdrüsen. Diese dienen zur Reviermarkierung des Territoriums als „individuelle Duftmarke“.

Außerdem dienen sie zur Kommunikation mit Artgenossen, die auch durch das gegenseitige Beschnuppern am Hundepopo beobachtet wird. Sowohl Rüden als auch Hündinnen besitzen Analbeutel.

Was sind häufige Probleme und deren Ursachen?

Nicht wenige Hunde leiden regelmäßig oder irgendwann im Leben einmal unter Analbeutel-Problemen. Dazu zählen Verstopfung oder Entzündung, in manchen Fällen aber auch Tumorerkrankungen.

Wir das Sekret nicht mehr richtig entleert, produzieren die Analdrüsen des Hundes trotzdem weiter, das vorhandene Analsekret verfestigt sich und es kommt zu einer Überfüllung und Verstopfung.

Folgende Ursachen kommen in Frage:

  • Stress und Angst
  • Darmprobleme & -Erkrankungen
  • Futter, bzw. Ernährung
  • Entzündungen
  • Übersäuerung


Stress und Angst

Bei aufgeregten oder ängstlichen Hunden kommt es in Stress-Situationen manchmal zu einer vermehrten Produktion des Sekrets und/oder zu einer spontanen Entleerung.

Das kann bei der Ankunft von Besuch schon mal sehr unangenehm werden und sollte möglichst mit Humor über die stinkige Begrüßung betrachtet werden.

Folgt auf die Überproduktion keine regelmäßige Entleerung, so kann dies zu einer Verstopfung der Analbeutel führen.

Darmprobleme & -Erkrankungen

Alle Erkrankungen, die den Kot weicher machen, können eine Verstopfung der Analdrüsen auslösen.

Dazu zählt vor allem (anhaltender) Durchfall und eine gestörte Darmflora.

Ein erster Schritt bei unklarer Ursache für den weichen Kot wäre in diesem Fall eine gründliche Kotuntersuchung deines Hundes. Bei einer Darm-Verstopfung fehlt natürlich auch die mechanische Entleerung der Analdrüsen, wodurch diese ebenso verstopfen können.

Bei einer gestörten oder geschädigten Darmflora solltest du unbedingt eine Darmsanierung durchführen. Dies hilft, die Verdauung zu verbessern und langfristig einen guten Kotabsatz zu gewährleisten. Erfahre mehr dazu in unserem ausführlichen Ratgeber zu Darmsanierung beim Hund.

Futter, bzw. Ernährung

Hat Dein Hund ständig zu weichen Kot, kann dies auch an der Ernährung und Fütterung liegen.

Dazu zählen beispielsweise:

  • abrupter Futterwechsel
  • Futter mit wenig Ballaststoffen bzw. Rohfaseranteil
  • schlechte Futterqualität
  • individuelle Unverträglichkeiten


Daher macht es Sinn, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und deinem Hund hochwertiges Futtermittel zu füttern. Spare bitte nicht an den falschen Dingen – hochwertiges Futter ist extrem wichtig für die Gesundheit deiner Fellnase.

Oft können Getreide, Reis oder Pansen Ursachen für dauerhaft weichen Kot sein.

Manche Hundebesitzer, die ihre Hunde mit rohem Fleisch füttern („BARF“) oder regelmäßig Knochen geben berichten, dass ihre Hunde seitdem weniger Probleme mit Durchfall haben.

Durchgeführte Studien dazu liegen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht vor.

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Entzündungen

Eine Entzündung der Analdrüsen beim Hund ist meist Folge einer unbehandelten Verstopfung der Analdrüsen!

Es kann sich zunächst um eine leichte Entzündung handeln, die im späteren Fällen zu Fieber, Abszessen oder Fistelbildung führen kann.

Ein häufiges Symptom von verstopften oder gar entzündeten Analdrüsen ist das sog. Schlittenfahren.

Bei einer Entzündung entscheidet der Tierarzt je nach Schweregrad, was die geeignete Therapie ist.

Übersäuerung des Dickdarms

Ist die Darmflora deines Hundes nicht im optimalen Gleichgewicht, kann dies mit einer Übersäuerung des Dickdarms (Enddarms) in Zusammenhang stehen.

Durch die Übersäuerung kommt es unter anderem zu einer Reizung und schnelleren Entzündung der Analregion.

Eine Kotuntersuchung auf eine sogenannte Dysbakteriose / Dysbiose und die Gabe von Prä- und Probiotika kannst Aufschluss geben, hilfreich sein und ist auf jeden Fall im Sinne der Gesamtgesundheit deines Hundes einen Versuch wert.

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Symptome einer Erkrankung oder Verstopfung der Analbeutel

Schlittenfahren beim Hund

Folgende drei sehr typische Symptome können ein Hinweis sein:

  • Schlittenfahren
  • Lecken in der Analregion
  • Schmerzen beim Kotabsatz

Schlittenfahren

Du kennst das vermutlich: Dein Hund rutscht auf dem Po. Er bewegt sich dabei dann im Buckel „sitzend und rutschend“ fort.

Grund: Er versucht so, die zu vollen Analbeutel zu entleeren.

Ebenso kann es sein, dass durch die saure Wirkung des Sekrets oder eine Übersäuerung des Darminhalts die Schleimhaut angegriffen ist und dies zu Juckreiz führt und er so versucht, diesen zu stillen.

Manchmal ist das Schlittenfahren allerdings auch ein Zeichen von starkem Wurmbefall. Dieser kann durch eine Kotuntersuchung festgestellt werden.

Lecken in der Analregion

Jeder Hund putzt sich hin und wieder durch Belecken seine Analregion.

Zeigt Dein Hund aber ein vermehrtes Interesse an seinem Popo und leckt sich den After ständig, dann kann dies ein Hinweis auf gefüllte oder entzündete Analbeutel sein.

Manchmal knabbert und beißt sich der Hund in dem verzweifelten Versuch, das unangenehme Gefühl zu beseitigen (ebenso verhält sich der Hund oft bei lästigem Flohbefall).

Leckt sich Dein Hund schon über längere Zeit, so kann es zu einer Entzündung der Haut um den Afterbereich kommen, auch kahle Hautstellen treten dabei auf. Man spricht dann von einer sog. "Leckdermatitis".

Schmerzen beim Kotabsatz

Ist dies der Fall, deutet es schon auf eine längere Verstopfung oder meist sogar auf eine Entzündung hin, denn Schmerz ist ein Entzündungszeichen.

Verstopfte Analdrüsen: Was kann ich dagegen tun?

Schafft es Dein Hund nicht von selbst, die Analbeutel zu entleeren, muss ihm geholfen werden. Denn: Je länger das Sekret in den Beuteln verweilt, desto mehr dickt es ein und es wird noch schwieriger, es zu entleeren.

Gleichzeitig beugst Du so einer schweren Entzündung vor und ersparst Deinem Hund weitere Unannehmlichkeiten oder Schmerzen.

Du hast nun 2 Möglichkeiten: Du gehst zum Tierarzt oder entleerst die Analbeutel mit der Hand von selbst.

Die Analbeutel ausdrücken (lassen)

Mit etwas Übung kannst Du selber lernen, die Analbeutel Deines Hundes zu entleeren – vorausgesetzt sie sind nur leicht verstopft und es gibt keine weiteren Komplikationen.

Vorteil: Dies spart Dir einige Gänge zum Tierarzt, den damit verbundenen Stress und schont zudem etwas den Geldbeutel (obwohl das Entleeren an sich wenig kostet).

Allerdings rate ich dazu, Dir das Entleeren zuerst von einem Fachmann Tierarzt, Heilpraktiker, qualifizierter Hundefrisör etc. zeigen zu lassen!

Unsachgemäße Versuche können zu einer Entzündung oder sogar zu schmerzhaften Verletzung der Analregion führen!

Eine geeignete Vorbeugung sicherstellen

Um einer Verstopfung oder gar Entzündung der Analdrüsen vorzubeugen, solltest du folgende Dinge beachten:

  • eine ausgewogene Ernährung, die die Darmflora unterstützt und für festen Kot sorgt
  • auf Hygiene achten: Fellpflege und Pflege der Analregion
  • drücke die Analbeutel nicht prophylaktisch aus, es sei denn, Du hast dies mit Deinem Tierarzt ausdrücklich so besprochen! Zu häufiges Ausdrücken kann dazu führen, dass Dein Hund noch mehr Sekret produziert
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Fazit

Neben der Behandlung der Verstopfung und Entzündung der Analdrüse muss versucht werden, das Grundproblem zu finden und zu therapieren.

Dieses ist aber nicht immer auszumachen und Du als Hundebesitzer/in wirst mit der Zeit den optimalen Behandlungsplan für Deinen Hund herausfinden.

Bei jeglichen Unsicherheiten lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Deinen Tierarzt aufsuchen.

Zur Vorbeugung von Problemen ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung immens wichtig. Prä- und Probiotika können die Darmflora unterstützen und für einen festen Kot sorgen. Außerdem ist die regelmäßige Hygiene und Pflege deines Hundes sehr wichtig.

Das Ausdrücken kann zur Routine werden und wird das Zusammenleben mit Deinem Doggo nicht beeinträchtigen – hier gilt: Übung macht den Meister.

Vermeide aber das vorsorgliche Ausdrücken der Analdrüsen und lasse es nicht zu oft machen. Das kann dazu führen, dass noch mehr Sekret produziert wird und es zu einem chronischen Leiden kommt – also genau das Gegenteil.

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