Das Hundegebiss

Das Hundegebiss

Ob beim Gähnen, Fressen oder Spielen: Das Gebiss unseres Hundes bekommen wir als Hooman jeden Tag zu sehen. Aber welcher Zahn hat eigentlich welche Funktion und was macht ein normales, gesundes Gebiss aus? Die Antworten darauf erfährst du in diesem Ratgeber-Text.

Scherengebiss, Zangengebiss und Fehlstellungen:

Das Scherengebiss gilt als normale, erwünschte Gebissart bei einem Hund. Diese Form hat übrigens auch der Vorfahr aller Haushunde, der Wolf. Hierbei stehen die Schneidezähne des Oberkiefers etwas vor den Schneidezähnen des Unterkiefers. Schließt der Hund seinen Kiefer, stoßen die scharfen Zähne nicht aufeinander, sondern dicht aneinander vorbei.

Beim Zangengebiss hingegen liegen die oberen Schneidezähne direkt auf den unteren Schneidezähnen. Dies kann mit den Jahren zu einer Abnutzung der Zähne führen.

Wusstest du schon: Im Gegensatz zu uns Menschen sind Hunde nicht in der Lage, ihren Unterkiefer seitlich zu bewegen. 

Vorbiss und Rückbiss:

Ein Vorbiss ist eine Kieferfehlstellung. Diese Form lässt sich dadurch erkennen, dass der Unterkiefer etwas länger als die Oberkiefer ist. Der Rückbiss ist genau das Gegenteil: Hier ist der Oberkiefer länger als der Unterkiefer. Kieferfehlstellungen entstehen durch Wachstumsstörungen und sind vorwiegend genetisch bedingt.

Zahnfehlstellungen korrigieren:

Zahnfehlstellungen können die Nahrungsaufnahme erschweren und sogar zu Schmerzen und weiteren Problemen wie Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischschwund führen. Sogar ein Zahnausfall kann infolgedessen eintreten. Besteht ein solches Risiko, sollte schnellstmöglich eine Behandlung erfolgen. Hierfür kommen mehrere Therapien infrage:

Wie bei uns Menschen kann eine feste Zahnspange die Fehlstellung korrigieren – allerdings ist für das Einsetzen eine Vollnarkose nötig. Hier gilt: Je früher die fehlerhafte Verzahnung erkannt wird, desto leichter lässt sie sich durch eine Zahnspange korrigieren. Daher empfiehlt es sich, die Zähne während des Wachstums regelmäßig auf Fehlstellungen hin zu kontrollieren. 

Eine weitere Therapie: Die Tierärztin oder der Tierarzt kürzt die Zahnkrone mit einer Schleifscheibe oder einem Diamantbohrer, sodass sie in der Maulhöhle keinen Schaden anrichten kann. 

Die Milchzähne

Bevor wir uns mit den Zähnen eines ausgewachsenen Hundes beschäftigen, werfen wir einen Blick auf die Milchzähne. Bereits vor der Geburt – etwa in der vierten bis fünften Woche – beginnt sich das Hundegebiss im Embryo zu entwickeln. Kommen die Welpen auf die Welt, sind sie jedoch vorerst zahnlos.

Zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche erfolgt dann der Zahndurchbruch. Den Anfang machen die Eckzähne. Im weiteren Verlauf sind die kleinen Racker von mit 28 Milchzähnen ausgestattet. Jeder, der einen Welpen bereits hatte, weiß: Die Zähnchen sind zwar kleiner als die späteren, aber dafür ziemlich spitz.

Die bleibenden Zähne

Keine Sorge um das Mobiliar oder die eigenen Hände: Spitze Welpenzähne sind nur vorübergehend. Je nach Vierbeiner bemerken Hoomans im vierten bis siebten Lebensmonat ihres neuen Familienmitglieds kleine Zähnchen in der Wohnung. Jetzt ist der Zahnwechsel im vollen Gange.

In dieser Zeit werden also 28 Zähne abgestoßen, um Platz für insgesamt 42 Zähne zu schaffen. Im Vergleich: Die meisten erwachsenen Menschen haben 32 Zähne und Katzen kommen auf 30. Der Punkt geht also an die Doggos!

12 Schneidezähne (Incivisi)

Sind die kleinen Zähne, die sich ganz vorne im Gebiss befinden eigentlich zu etwas gebrauchen? Aber ja! Mit ihnen kann ein Hund Fleischreste von Knochen abnagen. Außerdem sind sie äußerst nützlich bei der Fellpflege – etwa, wenn der Hund eine Zecke in seinem Fell entfernen möchte.

4 Fang- oder Eckzähne (Canini)

Direkt nach den Schneidezähnen kommen die Fangzähne – auch Eckzähne genannt. Diese sind im Verhältnis zu den anderen Zähnen ziemlich lang und auch nach hinten gekrümmt. Der Hund macht von ihnen z. B. Gebrauch, wenn er Gegenstände oder Futter im Maul festhalten möchte.

16 vordere Backenzähne (Prämolaren)

Die Prämolaren zeichnen sich darin aus, dass sie scharfkantig sind. Sie helfen Vierbeinern beim Zerkleinern der Nahrung. Übrigens: Der allererste Prämolar ist winzig und bei einigen Hunden fehlt er gänzlich.

10 hintere Backenzähne (Molaren)

Die hinteren Backenzähne helfen dem Hund, hartes Futter aufzubrechen. Beim Zähneputzen sind sie etwas schlechter zu erreichen, doch auch hier sollte die Zahnpflege mit allerhöchster Sorgfalt durchgeführt werden.

Weißt du noch nicht genau, wie du die Zähne deines Hundes effektiv reinigst? Dann schau bei unserem Ratgeber-Text Zähneputzen beim Hund vorbei!

Was sind die Reißzähne eines Hundes?

Vorab: Es sind nicht die Eckzähne! Mit den Reißzähnen sind die größten Backenzähne des Hundes gemeint. Zahnmedizinisch lautet die Antwort P4 und M1, also der letzte Prämolar im Oberkiefer und der erste Molar im Unterkiefer. Sie helfen Hunden bei der Zerteilung ihres Futters.

Gesunde Zähne bis ins hohe Alter

Wie du siehst, sind gesunde Zähne für den Hund äußerst wichtig. Damit sich dein Hund bis ins hohe Alter an ihnen erfreuen kann, setzt du am besten von Anfang an auf hochwertiges Futter und eine regelmäßige Zahnpflege. Gebe deinem Liebling zudem die Möglichkeit, sich mit speziellen Kauartikeln zu beschäftigen. Dadurch können Vierbeiner auf ganz natürliche Weise ihre Zähne reinigen.  

Ergänzend dazu kann unser Hundesnack Fresh Smile mit Natriumhexametapshophat, Zink Oxid, Seealge und Pfefferminze unterstützend wirken. Unser Dentalsnack kann auch dabei helfen, lästigen Maulgeruch zu reduzieren. 

Hast du bereits kleine Verfärbungen an den Zähnen deines Hundes bemerkt? Dann hat sich mit der Zeit Zahnstein entwickelt. Erfahre in unserem Artikel Zahnstein beim Hund alles Wichtige über die verhärteten Ablagerungen.

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Team mammaly
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