Mundgeruch beim Hund

Hunde nehmen neben Futter auch gerne Mal Dinge aus ihrer Umgebung mit ihrem Maul auf. Mundgeruch ist also nicht unbedingt ungewöhnlich. Wann du dir jedoch Gedanken machen und etwas gegen den unangenehmen Geruch aus dem Maul deines Hundes tun solltest, erfährst du in diesem Artikel.


INHALTSVERZEICHNIS

  1. Wie entsteht Mundgeruch beim Hund?
  2. Das Gebiss des Hundes
  3. Zahnreinigung beim Hund
  4. Futter als Ursache für Mundgeruch
  5. Wann solltest du einen Tierarzt aufsuchen?
  6. Fazit

1. Wie entsteht Mundgeruch beim Hund?

In den meisten Fällen bemerken Hundebesitzer selbst, dass ihr Tier aus dem Maul riecht. Denn immer wieder kommen unsere geliebten Doggos uns nahe und hecheln und atmen uns dabei an. Vor allem in geschlossenen Räumen und Autos bemerkt man Mundgeruch bei Hunden schnell. Es kann auch sein, dass du beobachtest, dass dein Hund immer wieder aufstößt. Besitzer beschreiben den entstehenden Geruch als fischig, eitrig oder als den von faulen Eiern.

Doch wie kommt es dazu? Anders als wir Menschen kauen Hunde ihr Fressen eher weniger, sondern zerreißen es mit ihren Zähnen. Futterstücke bleiben also leicht im Zwischenzahnraum hängen und verursachen dort bakterielle Entzündungen. Der schlechte Geruch entsteht also neben den Futterresten auch durch bakterielle Abbauprozesse und deren Folgen. Denn wenn die Zähne deines Hundes nicht regelmäßig gereinigt werden, entzündet sich sein Zahnfleisch (Gingivitis) und infolgedessen auch sein Zahnapparat (Paradontitis). Auch Zahnstein ist die Folge unzureichender Zahnreinigung, wie bei uns Menschen verursacht auch er Mundgeruch.

Mundgeruch kann aber auch Anzeichen für einige Krankheiten sein. Sprich bitte darüber mit deinem Tierarzt. Dazu gehören:

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Erkrankungen der Nieren
  • Diabetes 
  • Erkrankungen der Leber
  • Entzündungen im restlichen Kopfbereich, wie der Gehörgänge und Nebenhöhlen
  • Entzündungen der Lefzen
Hund hat Stock im Maul

2. Das Gebiss des Hundes

Hundewelpen werden, wie wir Menschen, ohne Zähne geboren. Ab der dritten Lebenswoche bricht nach und nach das Milchgebiss durch. Dieses besteht aus 28 Zähnen, die Milchzähne sind dabei etwas spitzer als das bleibende Gebiss. Wie bei kleinen Kindern machen also auch Hunde einen Zahnwechsel durch. Du kannst deinen Hund dabei mit speziellem Kauspielzeug unterstützen. Solltest du bemerken, dass dein Hund Probleme beim Zahnwechsel hat, lass dies bitte von deinem Tierarzt begutachten. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass der zweite, bleibende Zahn schon vollkommen ausgebrochen ist bevor der dazugehörige Milchzahn ausgefallen ist. Dies löst sich in den meisten Fällen von selbst, muss jedoch manchmal durch eine Zahnextraktion behoben werden.

Das vollständige Gebiss eines erwachsenen Hundes besteht aus 42 Zähnen. Diese lassen sich in Schneidezähne (Incisivi), Fangzähne (Canini), vordere (Prämolare) und hintere (Molare) Backenzähne unterteilen.


3. Zahnreinigung beim Hund

Solltest du feststellen, dass dein Hund dauerhaft Mundgeruch hat, ist Handeln angesagt. Sprich bitte mit deinem Tierarzt darüber, dieser kann die Ursache feststellen. In vielen Fällen wird Plaque oder auch Zahnstein der Grund für den üblen Geruch sein. Dein Tierarzt wird dir dann wahrscheinlich zu einer medizinischen Zahnreinigung raten. Dafür muss dein Tier narkotisiert werden, die ganze Prozedur dauert je nach Aufwand bis zu 2 Stunden. Mehr zum Thema Zahnstein und medizinischer Zahnreinigung findest du übrigens hier.

Wenn dein Hund nur ab und zu Mundgeruch hat und du auch äußerlich keine Verfärbungen an seinen Zähnen feststellen kannst, ist die manuelle Zahnhygiene eine Option. Sowohl durch Zähneputzen als auch durch Spielzeug und Leckerlis können die Zähne deines Hundes gereinigt werden. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du hier.

Hund zeigt Zähne

4. Futter als Ursache für Mundgeruch

Wenn Zahn- und sonstige typische Erkrankungen als Ursache für den Mundgeruch deines Hundes ausgeschlossen werden können, ist vielleicht seine Ernährung die Ursache.

Grundsätzlich solltest du deinem Hund die für ihn bestmögliche Ernährung bieten. Denn genauso wie bei uns Menschen ist die Ernährung von Hunden oft Ursache für vermeidbare Erkrankungen.

Diese Kriterien sollte das von dir gewählte Futter am besten erfüllen:

  • Ausreichend hoher Fleischanteil (60-70%)
  • Fleisch aus einer einzelnen Proteinquelle
  • Fleisch von nachvollziehbarer Herkunft
  • Hochwertiges Getreide, wie zum Beispiel Amaranth oder Hirse
  • Hochwertige Öle und Fette
  • Obst und eventuell Gemüse
  • Kein zugesetzter Zucker

Diese Empfehlungen sind allgemein gehalten und sollen dir bei der Auswahl eines geeigneten Futters helfen. Sollte dein Hund jedoch eine Spezialdiät benötigen, sprich bitte mit deinem Tierarzt über geeignete Futterprodukte. Außerdem sind die erwähnten Kriterien nicht ausreichend für eine Rohfütterung, da bei kommerziell hergestelltem Hundefutter alle wichtigen Mineralien, vor allem Kalzium und Phosphor, vorhanden sind. Bitte informiere dich ausreichend bevor du die Nahrung deines Hundes selbst zubereitest.

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5. Wann solltest du einen Tierarzt aufsuchen?

Hund beisst sich mit Zähnen fest

Wenn du die Ursache für den Mundgeruch deines Hundes nicht zweifelsfrei feststellen kannst, solltest du immer ein Gespräch mit deinem Tierarzt führen.

Außerdem gibt es folgende Gründe, bei denen eine Untersuchung angebracht ist:

  • Häufiges Aufstoßen ohne ersichtlichen Grund, dies kann auf eine Magen-Darm-Erkrankung hindeuten
  • Wenn du abgebrochene Zähne oder Umfangsvermehrungen im Maul deines Hundes bemerkst
  • Wenn dein Hund Probleme mit der Futteraufnahme zeigt
  • Wenn dein Hund sich nicht mehr am Kopf anfassen lassen will
  • Wenn dein Hund Gleichgewichtsstörungen zeigt
  • Wenn das Zahnfleisch deines Hundes blutet
  • Wenn dein Hund zusätzlich Erbrechen und/oder Durchfall aufweist
  • Wenn dein Hund viel Harn und/oder Kot absetzt
  • Wenn auch die Ohren deines Hundes ungewöhnlich stark riechen
  • Wenn dein Hund viel Speichel produziert

Dies ist eine Auswahl an möglichen Ursachen für Mundgeruch und assoziierte Erkrankungen. Wenn du dir nicht sicher bist ob dein Hund erkrankt ist, such bitte auf jeden Fall einen Tierarzt auf!


6. Fazit

Wenn dein Hund Mundgeruch hat, solltest du dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Versuche die Ursache zu finden und sprich im Zweifelsfall mit deinem Tierarzt. Denn nur so könnt ihr der Ursache auf den Grund gehen und das Problem beheben.