Borreliose beim Hund – Symptome, Verlauf, Behandlung & wirksame Zeckenprävention
Kaum steigen langsam die Temperaturen, wird auch das Thema Zecken wieder akut – und mit ihnen auch das Risiko für Borreliose beim Hund. Aber was genau ist Borreliose eigentlich? Wie erkennst du die Krankheit frühzeitig? Wie kannst du deinen Hund schützen? Wir liefern dir die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Borreliose – plus ein paar praktische Tipps aus dem Alltag.
Kann dein Hund Borreliose bekommen? Ursachen und Übertragung
Borreliose – auch Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit genannt – ist eine Infektionskrankheit, die durch den Zeckenstich übertragen wird. Genauer gesagt: durch den Stich einer Zecke, die mit bestimmten Bakterien (Borrelien) infiziert ist. Nicht jede Zecke ist gefährlich, aber jede kann potenziell ein Risiko sein. Besonders heimtückisch: Zecken sind fast das ganze Jahr über aktiv – selbst milde Winter halten sie heutzutage nicht auf.
Ein Zeckenstich ist dann riskant, wenn die Zecke länger als etwa 24 Stunden saugt. Erst dann gelangen die Borrelien ins Blut.
Wichtig zu wissen:
Bremsen können keine Borreliose übertragen; das ist ein klassischer Mythos. Auch von Hund zu Mensch ist Borreliose nicht ansteckend. Menschen und Hunde können aber von der gleichen Zecke gestochen werden.
Inkubationszeit und Anfangsstadium der Borreliose beim Hund
Hast du eine Zecke entdeckt und entfernt, heißt es erst einmal abwarten. Die Inkubationszeit – also die Zeit von der Infektion bis zu ersten Symptomen – kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Das macht Borreliose so tückisch: Viele Hunde zeigen erst spät Anzeichen, manchmal sogar erst nach einem halben Jahr.
Typische Anzeichen im Anfangsstadium sind oft unspezifisch und werden leicht übersehen. Eine sogenannte „Wanderröte“ (rote Hautveränderung um den Zeckenstich) wird beim Hund oft durch das Fell übersehen, anders als beim Menschen. Deshalb bleibt Borreliose beim Hund häufig lange unerkannt.
Borreliose beim Hund – Symptome und Anzeichen erkennen
Borreliose kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Das macht die Diagnose nicht einfacher. Achte auf diese Warnsignale:
Frühe Symptome
- Mattigkeit und Fieber
- Weniger Appetit, zurückhaltendes Verhalten
- Gelegentlich eine leichte, kreisrunde Rötung um den Zeckenstich (selten sichtbar)
- Veränderungen der Haut (unspezifisch)
Typische Bewegungsprobleme
- Dein Hund lahmt plötzlich, humpelt oder wechselt immer wieder die betroffene Pfote
- Gelenkschmerzen, manchmal mit Schwellung
- Dein Hund will nicht mehr so gern spazieren gehen oder steigt schwer auf
Neurologische Symptome & schwere Verläufe
- Verhaltensänderungen, ungewöhnliche Ängstlichkeit oder Rückzug
- Unsicherer Gang, Koordinationsprobleme
Geschwollene Lymphknoten
- In seltenen Fällen sogar Krampfanfälle oder Niereninsuffizienz.
Tipp: Bei wechselnden Lahmheiten nach einem Zeckenstich solltest du besonders wachsam sein. Das ist eines der häufigsten, aber oft übersehenen Symptome.
Borreliose beim Hund – Bilder und warum sie manchmal trügerisch sein können
Vielleicht hast du online Fotos von geröteten Hautstellen, sogenannten „Wanderröten“, gesehen. Beim Hund sind diese Bilder aber irreführend: Im Gegensatz zum Menschen ist eine Wanderröte durch das Fell selten sichtbar. Auch andere sichtbare Hautveränderungen kommen nur vereinzelt vor. Verlasse dich deshalb nie nur auf Bilder. Achte lieber auf das Gesamtverhalten und mögliche Symptome deines Hundes.
Wie erkennt der Tierarzt Borreliose beim Hund?
Wenn der Verdacht auf Borreliose besteht, wird deine Tierärztin oder dein Tierarzt in der Regel einen Bluttest machen. Damit wird geprüft, ob Antikörper gegen Borrelien gebildet wurden. Wichtig: Ein positiver Test heißt nicht automatisch, dass dein Hund erkrankt ist. Viele Hunde tragen Antikörper, ohne jemals Symptome zu zeigen.
Was kostet ein Borreliose-Test?
Die Kosten für einen Bluttest variieren je nach Labor und Region, liegen aber meist zwischen 40 und 80 Euro.
Behandlung und Therapie der Borreliose beim Hund
Medikamente und Behandlungsdauer
Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. Die Therapie dauert meist mehrere Wochen. Bei rechtzeitiger Behandlung stehen die Chancen gut, dass sich dein Hund vollständig erholt.
Kosten der Behandlung
Die Gesamtkosten hängen vom Schweregrad ab. Für Test, Medikamente und Nachsorge solltest du insgesamt mit etwa 150 bis 300 Euro rechnen.
Ist Borreliose heilbar?
Im besten Fall ja, auch wenn sie erneut auftreten kann Vor allem bei früher Behandlung. Trotzdem können Spätfolgen oder Rückfälle auftreten, wenn die Infektion nicht vollständig ausheilt.
Spätfolgen und Endstadium der Borreliose beim Hund
Unbehandelt oder zu spät erkannt, kann Borreliose chronische Gelenkentzündungen, Schmerzen oder sogar Nierenerkrankungen auslösen. Im sogenannten Endstadium sind bleibende Schäden möglich. Besonders bei langanhaltender Lahmheit oder Nierenproblemen solltest du deshalb frühzeitig reagieren.
Lebenserwartung – Wie lange leben Hunde mit Borreliose?
Mit schneller Diagnose und Therapie stehen die Chancen eigentlich sehr gut, dass dein Hund ein ganz normales Leben führen kann. Problematisch wird es, wenn die Infektion zu lange unbemerkt bleibt und Folgeschäden entstehen. Chronische Beschwerden können die Lebensqualität und -erwartung senken, sind aber die Ausnahme bei konsequenter Behandlung.
Borreliose-Impfung beim Hund – sinnvoll oder nicht?
Eine Impfung gegen Borreliose ist möglich, doch Die Schutzwirkung ist begrenzt und ersetzt keinen Zeckenschutz. Wie oft geimpft werden muss, hängt vom gewählten Präparat ab – meist jährlich. Nebenwirkungen kommen selten vor, sind aber möglich (wie Müdigkeit, leichte Schwellung an der Einstichstelle). Lass dich von deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt individuell beraten.
Prävention ist der beste Schutz – So kannst du Borreliose bei deinem Hund vermeiden
Der wirksamste Schutz vor Borreliose ist ein konsequenter und zuverlässiger Zeckenschutz. Da Zecken inzwischen fast ganzjährig aktiv sind, solltest du deinen Hund regelmäßig kontrollieren und Zecken nach jedem Spaziergang möglichst schnell entfernen. Gerade in Risikogebieten, bei Hunden mit viel Freilauf und/oder oder bestehenden Vorerkrankungen ist eine tierärztlich empfohlene Zeckenprophylaxe besonders wichtig. Lass dich immer tierärztlich beraten, welche Schutzmaßnahmen für deinen Hund sinnvoll sind.
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Die ausgewählten Inhaltsstoffe von Nature Protect können helfen, Zecken für deinen Hund weniger attraktiv zu machen, ohne ihn zu belasten. Nature Protect ist kein Ersatz für einen medizinisch wirksamen Zeckenschutz und auch nicht zur alleinigen Borreliose-Prävention geeignet. Es ist eine zusätzliche Ergänzung im Alltag, begleitend zu regelmäßiger Fellkontrolle, dem Meiden typischer Zeckenplätze und weiteren Schutzmaßnahmen.
Bei hohem Zeckenaufkommen, bekannten Risikogebieten oder bestehenden Vorerkrankungen solltest du dich immer tierärztlich beraten lassen, welche Schutzmaßnahmen für deinen Hund sinnvoll sind.
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Quellen
Miller and Evans’ Anatomy of the Dog
von Malcolm E. Miller et al.
Blackwell’s Five-Minute Veterinary Consult
von Timothy J. Monken u.a.
BSAVA Manual of Canine and Feline Dentistry and Oral Surgery
Hundekrankheiten – wie der Tierarzt helfen kann
von Sabine vom Stein & Franz-Viktor Salomon
Lyme Borreliosis in Dogs and Cats: Background, Diagnosis, Treatment, and Prevention
von Richard E. Goldstein
Canine Lyme Borreliosis: Clinical Presentation, Diagnosis, and Management
von Michael R. Lappin
Clinical Features and Diagnosis of Lyme Disease in Dogs
von Susan E. Little
Zecken und Borreliose – Risiken und Prophylaxe bei Hunden
von Dr. med. vet. Anja Schunack
Hundekrankheiten erkennen und behandeln
von Peter Kron
Fazit – Warum früher Schutz vor Zecken so entscheidend ist
Borreliose beim Hund kann gravierende Folgen haben, bleibt aber oft lange unbemerkt. Weil typische Symptome fehlen oder schwer zu erkennen sind, ist der beste Schutz eine gute Zeckenprophylaxe. Kontrolliere dein Tier regelmäßig und sorge für einen wirksamen Zeckenschutz. Zum Beispiel mit Nature Protect. So beugst du nicht nur Borreliose, sondern auch anderen durch Zecken übertragbaren Krankheiten vor.
FAQs – häufige Fragen rund um Borreliose beim Hund
Typisch sind Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit und vor allem plötzliches Humpeln oder wechselnde Lahmheiten. Manchmal kommen Hautveränderungen oder Verhaltensänderungen dazu.
Ja, unbehandelt kann Borreliose chronische Gelenkprobleme, Nervenschäden und im Extremfall sogar Nierenprobleme verursachen. Mit früher Therapie sind die Chancen aber gut.
Bei früher Diagnose ist die Lebenserwartung oft ganz normal. Spätfolgen können jedoch die Lebensqualität beeinträchtigen.
Ja, das ist sogar eines der häufigsten Symptome: Gelenkschmerzen, Lahmheit, Bewegungsunlust.
Nein, eine Übertragung von Hund zu Mensch ist nicht möglich. Das Risiko besteht nur durch neue Zeckenstiche.
Mit Behandlung meist mehrere Wochen. Manche Hunde brauchen länger, wenn Folgeschäden vorliegen.
Ja, viele Hunde werden bei rechtzeitiger Therapie wieder beschwerdefrei. In seltenen Fällen bleiben Schäden zurück.