Inhaltsübersicht
Was ist Bierhefe für Hunde? Was steckt in der Bierhefe? 5 Anwendungsgebiete & Wirkung der Bierhefe beim Hund Vorsicht: Wann sollte dein Hund die Nase von Bierhefe lassen? So kannst du deinem Hund Bierhefe füttern In welcher Dosierung füttere ich dem Hund Bierhefe? Überdosis Bierhefe – und jetzt? Kur oder Langzeitgabe: Was ist sinnvoller? Das musst du beim Kauf der Bierhefe beachten Mythos: Bierhefe hilft dem Hund gegen Zecken Fazit
Bierhefe in Tablettenform für den Hund

Bierhefe für deinen Hund: natürliches Heilmittel oder nur ein Abfallprodukt?

Als Hundehalter stellt sich immer die Frage: Was kann ich meinem Hund Gutes tun, um ihm bei unterschiedlichen körperlichen Problemen zu helfen? Oder kann ich vorbeugend etwas füttern, um der eigenen Fellnase etwas Gutes zu tun? Die Möglichkeiten sind hier mittlerweile vielfältig.

Aktuell setzt sich Bierhefe als Nahrungsergänzungsmittel für Hunde immer mehr durch.

Aber was nützt der kugelige, einzellige Hefepilz deinem Hund? Erfahre in diesem Artikel, was Bierhefe für Hunde kann und ob es sinnvoll ist, sie deinem Hund zu füttern. Zudem gibt es nützliche Hinweise zur Fütterung. Und ein Mythos um die Bierhefe wird beleuchtet.

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Was ist Bierhefe für Hunde? Was steckt in der Bierhefe? 5 Anwendungsgebiete & Wirkung der Bierhefe beim Hund Vorsicht: Wann sollte dein Hund die Nase von Bierhefe lassen? So kannst du deinem Hund Bierhefe füttern In welcher Dosierung füttere ich dem Hund Bierhefe? Überdosis Bierhefe – und jetzt? Kur oder Langzeitgabe: Was ist sinnvoller? Das musst du beim Kauf der Bierhefe beachten Mythos: Bierhefe hilft dem Hund gegen Zecken Fazit

Was ist Bierhefe für Hunde?

Bierhefe ist eine Art Pilz, der für das Bierbrauen benötigt wird. Es ist kein Pilz wie ein Champignon, sondern ein mikroskopisch kleiner. Er sorgt beim Weizenbier für die Trübung. Am Ende des Brauprozesses kann Bierhefe aus dem sogenannten Bierschlamm, in dem sich die Bierhefe vermehrt hat, wieder herausgefiltert werden.

So gesehen ist Bierhefe also tatsächlich ein Abfallprodukt, aber ein sehr gesundes.

Bierhefe wird schon seit mehreren tausend Jahren von Menschen als natürliches Heilmittel verwendet. Die alten Ägypter schworen darauf, entzündete Wunden und Hautkrankheiten damit zu behandeln. 

Der alte Grieche Hippokrates verwendet sie ebenfalls gern als Heilmittel. Im Mittelalter gab es mehrere Rezepte von der „gläubigen Kräuterhexe“ Hildegard von Bingen.

Und so zieht sich die Geschichte der Bierhefe als natürliches Heilmittel, denn Bierhefe ist ein reines Naturprodukt, bis heute in der Human- und mittlerweile auch Veterinärmedizin durch.

Was steckt in der Bierhefe?

Bierhefe ist aufgrund der vielen Inhaltsstoffe so gesund. So finden sich in Bierhefe:

  • Vitamine, besonders viele B-Vitamine (beispielsweise Biotin), Vitamin D, C und E
  • Alle 16 Aminosäuren
  • 15 Mineralstoffe und Spurenelemente, darunter Magnesium, Eisen, Kupfer, Selen und Zink
  • Viele Ballaststoffe
  • Antioxidantien


Bierhefe steckt also voll mit allem, was der Körper deines Hundes für den Stoffwechsel, Zell- und Muskelaufbau, Haut und Fell benötigt.

5 Anwendungsgebiete & Wirkung der Bierhefe beim Hund

Die verschiedenen Anwendungsgebiete der Bierhefe beim Hund

Durch ihre vielen guten Inhaltsstoffe erzielt Bierhefe natürlich eine Wirkung auf den Hund, wenn man sie dem Hund ins Futter gibt. So kann Bierhefe bei akuten Erkrankungen eingesetzt werden. Oder sie dient der Vorbeugung dieser.

Hier gibt es 5 Beispiele, wie Bierhefe sich positiv auf deinen Hund auswirken und ihn unterstützen kann.

Der gesamte Organismus

Durch die vielen Nährstoffe, wie Vitamine und Aminosäuren, nutzt Bierhefe dem ganzen Organismus deines Hundes. Er erhält alles, was er benötigt, um gesund zu bleiben. 

Die vielen Aminosäuren machen Bierhefe zu einem natürlichen Eiweißlieferanten. Diese braucht er für seinen Stoffwechsel, seine Muskeln und zum Zellaufbau.

Bierhefe ist fett- und cholesterinfrei.

Hat dein Hund beispielsweise Probleme mit Bluthochdruck oder der Schilddrüsenfunktion, kann Bierhefe ein gutes Mittel sein, um diese Problematiken positiv zu beeinflussen, unterstützend zu möglichen Medikamenten. Zudem belastet Bierhefe, Leber und Nieren nicht zusätzlich.

Fell und Haut

Gepflegtes Hundefell

Viele Frauen kennen besonders Biotin als gute Unterstützung von Haaren und Fingernägeln. Im Fall für die Wirkung der Bierhefe auf den Hund ist das genauso. 

Besonders bei schuppiger Haut oder Haarausfall beim Hund, können sich die Mikronährstoffe der Bierhefe positiv dagegen auswirken. Tut dein Hund sich schwer mit dem Fellwechsel im Sommer oder Winter? Dann kann auch hier Bierhefe einen positiven Einfluss haben.

Unser Shiny Hair Fellpflege Snack hat unter anderem Bierhefe in der Rezeptur und eignet sich als gesunde Ergänzung zum normalen Futter.

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Stressreduktion

Gestresster Hund

Hin und wieder haben die lieben Fellnasen Stress. Die Auslöser sind vielfältig, sei es für den unkastrierten Rüden die läufige Hündin oder aber die Nachbarskatze, die wieder den hauseigenen Garten eingenommen hat. Stress ist für Mensch wie für Tier nicht gut.

Natürlich solltest du in erster Linie den Stressfaktor abschaffen. Aber tatsächlich kannst du deinen Hund auch über die Ernährung unterstützen. Hat er genug Antioxidantien, Vitamine B2, C und E, sowie Zink und Selen, kann dein Hund besser mit Stress umgehen.

Und das alles findest du in Bierhefe.

Darmflora

Darmflora

Hin und wieder flammt immer wieder das Gerücht auf, dass Hunde keine Ballaststoffe verdauen können und deswegen nicht in den Hund gehören. Das ist allerdings wirklich nur ein Gerücht. Hunde brauchen genau wie Menschen Ballaststoffe zur Verdauung.

Die in der Bierhefe enthaltenen Ballaststoffe verbessern die Verdauung und helfen bei der Ausscheidung.

Leidet dein Hund unter Verstopfungen oder benötigt Antibiotika, hilft Bierhefe, die Darmflora aufzubauen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Blutzuckerspiegel

Bierhefe für den Hund ist nicht nur fett- und cholesterinfrei, sie enthält auch keinerlei Zucker. Zudem findet sich in ihr das wichtige Spurenelement Chrom. Das braucht der Hundekörper, um den Insulinspiegel zu regulieren und Glukose (Traubenzucker) besser in den Zellen aufzunehmen.

Damit kann Bierhefe eine tolle Unterstützung für Hunde mit Diabetes sein.

Vorsicht: Wann sollte dein Hund die Nase von Bierhefe lassen?

Hund mit Ausrufezeichen als Warnung bei Bierhefe

Bierhefe ist zwar ein absolutes Naturprodukt.

Trotzdem gibt es ein paar Situationen, bei denen der Hund seine Nase nicht in die Bierhefe stecken sollte. Häufig zeigen sich diese Probleme erst nach ein paar Tagen. Deswegen ist es sinnvoll, dem Hund anfangs weniger Bierhefe zu geben, als empfohlen wird.

Lies dazu gleich auch noch das folgende Kapitel.

Hunde können tatsächlich eine Allergie gegen Bierhefe haben. Diese zeigt sich durch starken Juckreiz, Ausschlag und Durchfall. In diesem Fall Bierhefe sofort weglassen und zur Sicherheit deinen Tierarzt um Rat fragen.

Hat dein Hund eine Pilzinfektion, darf er auf gar keinen Fall Bierhefe bekommen. Die Bierhefe kann die Pilzinfektion verschlimmern. Dies gilt auch während oder kurz nach einer Ohrenentzündung. Die Bierhefe kann unter Umständen die Entzündung verstärken oder gar wieder in Gang setzen.

Auch, wenn Bierhefe Nieren und Leber wenig "belastet", solltest du mit einem nierenkranken Hund oder bei einer Leishmaniose-Erkrankung auf die Fütterung von Bierhefe verzichten.

Sprich’ am besten mit deinem Tierarzt über die Nahrungsergänzung.

So kannst du deinem Hund Bierhefe füttern

Es gibt verschiedene Darreichungsformen der Bierhefe für Hunde. So gibt es: 

  • Tabletten
  • Kapseln
  • Pulver
  • Flocken
  • Flüssigkeit


Einige Anbieter haben Bierhefe auch in Leckerliform. Wie man diese dosiert, steht oft auf der Verpackung des jeweiligen Produkts drauf. Was dein Hund bevorzugt, wird er dir zeigen.

Bierhefe selbst hat einen sehr eigenen Geruch und Geschmack – bitter-würzig, leicht käsig. Ist dein Hund wählerisch, ist die natürliche Darreichungsform als Flüssigkeit eher ungeeignet. Die ursprüngliche Variante ist aber auch die mit den meisten Vitaminen und Mineralien.

Tabletten lassen sich leicht unter das Futter mischen. Es gibt allerdings Spezialisten unter den Hunden, die die Tablette aussortieren. Soll es diese Darreichungsform sein, dann in einer guten Hundeleberwurst verstecken. 

Ähnlich ist es mit Kapseln. Bei den Kapseln liegt der Vorteil darin, dass sie sich erst im Darm auflösen und damit gleich am richtigen Ort landen. Hier bietet sich der Vorteil, dass du auch das Pulver aus den Kapseln unter das Futter mischen kannst.

Bierhefe-Flocken sind besonders gut bei den extrem mäkeligen Hunden. Sie riechen und schmecken kaum nach Bierhefe und lassen sich gut unter das Nassfutter oder in eine andere Leckerei mischen. Meist werden die Flocken am besten von den meisten Hunden angenommen.

Am einfachsten ist die Bierhefe sicherlich in der Form von Leckerlis zu füttern. Hier hat mammaly auch speziellere Lösung für dich parat. So ist Lucky Belly besonders gut für den Magen-Darm-Trakt deines Hundes geeignet. Shiny Hair ist besonders gut für Fell und Haut deines Hundes.

In welcher Dosierung füttere ich dem Hund Bierhefe?

Hier ist es wirklich etwas tricky mit der Bierhefe. Steht keine Dosierungsempfehlung auf dem jeweiligen Produkt, gibt es tatsächlich eine grobe Orientierung, die sich am Gewicht des Hundes orientiert:

  • Bis 10 kg Körpergewicht: 1 g / Tag
  • Bis 20 kg Körpergewicht: 1,5 g / Tag
  • Bis 40 kg Körpergewicht: 2 g / Tag
  • Ab 41 kg Körpergewicht: 3 g / Tag


Und nun das, was die Gabe von Bierhefe so tricky macht: Du musst herausfinden, welche Dosierung genau die richtige für deinen Hund ist. Das gilt durchaus auch für die Mittel, auf denen die Dosierung bereits drauf steht.

Häufig macht es Sinn, zur Gewöhnung mit weniger Bierhefe zu beginnen und die Menge dann langsam zu steigern.

Manchmal ist es auch sinnvoll, für kurze Zeit dem Hund eine viel höhere Dosierung zu geben. So kann er die höhere Zufuhr an Nährstoffen bei einer Erkrankung oder im Fellwechsel gut gebrauchen.

Bist du unsicher mit der Dosierung, ist es immer hilfreich, mit dem Tierarzt des Vertrauens zu sprechen.

Überdosis Bierhefe – und jetzt?

Eine einmalige Überdosis ist kein Problem!

Das überschüssige Vitamin B wird über den Urin abgegeben und belastet den Körper gar nicht. Was problematisch werden kann, ist das enthaltene Phosphor. In kleinen Mengen braucht der Hundekörper es. 

Ist die Dosis jedoch zu lange zu hoch, werden Leber und Nieren belastet. Auf lange Sicht kann dies zu Schäden führen. Zudem sinkt die Knochendichte, da das übermäßige Phosphor diese verringert.

Über einen kurzen Zeitraum deutlich mehr Bierhefe zu füttern, ist wirklich kein Problem. Gerade dann, wenn der Hund sie wirklich benötigt. Das Schlimmste, was in der Zeit passieren kann, ist, dass dein Hund übel riechende Blähungen bekommt.

Kur oder Langzeitgabe: Was ist sinnvoller?

Hund isst Bierhefe aus dem Napf

Wie lange du deinem Hund die Bierhefe fütterst, bleibt letztendlich dir überlassen. In der richtigen Dosierung kann sie keinen Schaden anrichten. Die Wirkung der Bierhefe lässt auch nicht über die Dauer der Gabe nach.

Daher ist die dauerhafte Fütterung unbedenklich.

Sinnvoll ist es, den Gesundheitszustand deines Hundes als Maßstab zu nehmen. Hat dein Hund häufig Probleme mit dem Immunsystem, der Verdauung, hat Erkrankungen wie Diabetes, kannst du ihm Bierhefe auch dauerhaft geben.

Ist dein Hund gesund und du möchtest ihn beispielsweise beim Fellwechsel unterstützen, ist eine Kur von 4 bis 6 Wochen sicherlich sinnvoll.

Das musst du beim Kauf der Bierhefe beachten

Prüfe vorher, ob das Futter deines Hundes Bierhefe enthält. Bei hochwertigen Futtersorten ist dies der Fall, dann solltest du keine Bierhefe extra füttern. Ansonsten kommt es zur langfristigen Überdosierung. Beim Barfen macht die Fütterung von Bierhefe Sinn.

Achte beim Kauf auf hochwertige Bierhefe.

Du bekommst sie in Apotheken und Naturkostläden. Bierhefe aus Deutschland ist dabei die Beste. Durch das deutsche Reinheitsgebot beim Bierbrauen, hat diese Bierhefe durchweg eine gute Qualität.

Mythos: Bierhefe hilft dem Hund gegen Zecken

Bei Hunden ist es wie bei Menschen. Manche Hunde ziehen die Blutsauger an, während andere komplett verschont bleiben. Was genau dahinter steckt, ob Geruch, CO2-Ausatmung, Beschaffung der Haut oder des Fells, ist bis jetzt nicht zu 100 Prozent geklärt.

Wie bei vielen Naturprodukten hält sich auch bei der Bierhefe hartnäckig das Gerücht, dass sie Zecken abwehren könnte. Das freut viele, die ihren Liebling fern von “Chemie” halten wollen.

Nun das große Aber: Es gibt keine Studien, in denen nachgewiesen werden konnte, dass Bierhefe Zecken verschreckt.

Trotzdem haben viele Hundebesitzer positive Erfahrungen gemacht, dass die Zecken bei ihren Hunden wegbleiben während der Bierhefefütterung, evtl. durch den Geruch. Als zusätzlicher Schutz ist Bierhefe sicherlich empfehlenswert, genau wie Schwarzkümmelöl, Knoblauch oder Kokosöl.

Als alleiniger Schutz kann Bierhefe nicht empfohlen werden.


Fazit

Bierhefe ist ein sinnvolles Nahrungsergänzungsmittel für deinen Hund. Gerade dann, wenn er Unterstützung für sein Fell, sein Immunsystem oder seine Verdauung braucht. Achte darauf, ob er die Bierhefe verträgt und ob er sie kurweise oder lieber dauerhaft zu sich nehmen sollte.

Qualität der Bierhefe spielt wie bei jedem Futter auch eine tragende Rolle. Je besser die Qualität, desto mehr gute Nährstoffe für deinen Liebling.

Bist du dir unsicher bei der Fütterung, frag deinen Tierarzt um Rat.

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