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Blähungen beim Hund: Ursachen, Hausmittel und was wirklich hilft
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Blähungen beim Hund: Ursachen, Hausmittel und was wirklich hilft

Gegen Blähungen beim Hund hilft meist eine Kombination aus drei Maßnahmen: ein hochverdauliches Futter ohne abrupte Wechsel, langsameres Fressen über einen Anti-Schling-Napf und mehr Bewegung im Alltag. Kümmel, Fenchel und Kamille werden traditionell zur Beruhigung des Bauchs eingesetzt. Bei starkem Durchfall, Erbrechen, Schmerzen oder prall aufgeblähtem Bauch gehört dein Hund sofort in tierärztliche Behandlung.

Spis treści
Das Wichtigste in Kürze Woher bekommen Hunde Blähungen? Wie bekomme ich Blähungen beim Hund weg? Welche Hausmittel helfen gegen Blähungen beim Hund? Was sollte dein Hund bei Blähungen fressen? Wie unterstützt du die Darmflora deines Hundes langfristig? Ist es schlimm, wenn Hunde Blähungen haben? Warum stinken die Blähungen deines Hundes so extrem? Welche Hunderassen neigen zu Blähungen? Wann steckt der Magen hinter Blähungen und Schmatzen? Fazit Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Gelegentliches Pupsen ist bei Hunden normal, denn Darmgase entstehen bei jeder Verdauung.
  • Am meisten bringen ein hochverdauliches Futter, ein gebremstes Fresstempo und mehr Bewegung, deutlich mehr als ein weiteres Hausmittel.
  • Der überwiegende Teil der Darmgase ist geruchlos. Für den typischen Gestank sorgt vor allem Schwefelwasserstoff, der bei der bakteriellen Zersetzung von Eiweiß im Dickdarm entsteht.
  • In einer kontrollierten Hundestudie senkten Aktivkohle, Yucca schidigera und Zinkacetat den Geruch der Blähungen deutlich, die Häufigkeit und die Gesamtgasmenge blieben unverändert.
  • Blähungen in Kombination mit Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit sind ein Fall für die Tierarztpraxis.
  • Ein prall aufgeblähter, harter Bauch mit erfolglosem Würgen und Unruhe ist ein Notfall und kann auf eine Magendrehung hindeuten.

Woher bekommen Hunde Blähungen?

Blähungen beim Hund entstehen auf zwei Wegen: durch verschluckte Luft beim Fressen und durch Gärung im Dickdarm. Alles, was der Dünndarm nicht aufgespalten und aufgenommen hat, wandert weiter und wird dort von Bakterien zersetzt. Dabei entstehen Gase. Je mehr unverdauliches Material ankommt, desto mehr Gas produziert die Darmflora.

Die häufigsten Auslöser im Alltag:

  • Schwer verdauliches Futter: hohe Anteile bestimmter Kohlenhydrate, schlecht verfügbare Proteine oder ein sehr hoher Fettgehalt.
  • Hastiges Fressen: Schlinger schlucken mit jedem Bissen Luft, die den Weg durch den Darm nimmt.
  • Abrupter Futterwechsel: Die Darmflora braucht Tage, um sich auf neue Zutaten einzustellen.
  • Unverträglichkeiten: Viele Hunde verdauen Milchzucker schlecht, andere reagieren auf einzelne Proteinquellen.
  • Parasiten und Infektionen: Giardien, Würmer oder eine bakterielle Fehlbesiedlung verschieben das Gleichgewicht im Darm.
  • Bewegungsmangel: Eine träge Darmmotorik lässt Gase länger im Darm stehen. In einer Befragung von 110 Hundehaltern trat Flatulenz häufiger bei wenig aktiven Wohnungshunden auf als bei Hunden, die viel bewegt wurden.
  • Erkrankungen: Chronische Darmentzündungen oder eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse führen dazu, dass Nährstoffe unverdaut in den Dickdarm gelangen.

Interessant ist, dass sich in derselben Untersuchung kein einzelnes Futtermittel als Auslöser identifizieren ließ. Blähungen sind also seltener die Schuld einer bestimmten Zutat, sondern eher das Ergebnis davon, wie gut die gesamte Ration zu deinem Hund passt. Wie die einzelnen Abschnitte vom Maul bis zum Dickdarm zusammenspielen, zeigt der Blick auf die Verdauung beim Hund, die bei jedem Tier ihr eigenes Tempo hat.

Wie bekomme ich Blähungen beim Hund weg?

Der wirksamste Hebel ist die Fütterungssituation selbst, nicht ein Zusatzmittel. Diese Maßnahmen greifen bei den meisten Hunden innerhalb von ein bis zwei Wochen:

  • Fresstempo bremsen: Ein Anti-Schling-Napf, ein Futterlabyrinth oder das Verteilen der Ration auf eine Schleckmatte reduzieren die verschluckte Luftmenge deutlich.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten: Zwei bis drei Portionen am Tag belasten den Verdauungstrakt weniger als eine große.
  • Ruhe beim Fressen: Konkurrenz durch andere Hunde oder Hektik im Haushalt beschleunigt das Fresstempo automatisch.
  • Bewegung nach dem Fressen: Ein ruhiger Spaziergang etwa eine Stunde nach der Mahlzeit bringt die Darmmotorik in Gang. Um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren, sollte dein Hund direkt nach dem Essen jedoch nicht toben.
  • Tischreste konsequent weglassen: Gewürztes, Fettiges und Gebäck gehören zu den häufigsten Ursachen für plötzliche Blähungen.
  • Verdaulichkeit der Ration erhöhen: Je weniger unverdautes Eiweiß im Dickdarm ankommt, desto weniger geruchsintensive Schwefelverbindungen entstehen dort.
  • Entwurmung und Kotuntersuchung im Blick behalten: Giardien können bei anhaltenden Blähungen eine Rolle spielen. Da Blähungen jedoch sehr viele mögliche Ursachen haben können, besser tierärztlich abchecken lassen.
  • Was hilft: Änderungen einzeln und über mindestens eine Woche testen. Wer Napf, Futter und Fütterungszeiten gleichzeitig umstellt, weiß danach nicht, was gewirkt hat

Wichtig: Wenn dein Hund plötzlich einen stark aufgeblähten Bauch bekommt, erfolglos würgt, sehr unruhig ist oder starke Schmerzen zeigt, ist das ein Notfall. Dahinter kann eine Magendrehung stecken – dann muss er sofort tierärztlich versorgt werden.

Welche Hausmittel helfen gegen Blähungen beim Hund?

Hausmittel wirken vor allem entkrampfend und beruhigend, sie ersetzen aber keine Futteranpassung. Am besten belegt ist die Datenlage bei den klassischen Doldenblütlern, allerdings nicht am Hund.

  • Kümmel zählt zu den am besten untersuchten Pflanzen bei Verdauungsbeschwerden: Die Rolle von Kümmelöl bei funktioneller Dyspepsie ist in mehreren klinischen Studien am Menschen bestätigt. Für Hunde fehlen vergleichbare Untersuchungen, die Anwendung als milder, abgekühlter Tee über dem Futter ist aber traditionell etabliert.
  • Fenchel wird traditionell bei Blähungen eingesetzt. Erste Studien an Nagern und Zellmodellen deuten auf entzündungsmodulierende und schleimhautschützende Effekte hin, damit ist eine Übertragung auf den Hund noch nicht belegt.
  • Kamille kann entkrampfend wirken. Im Laborversuch zeigte Römische Kamille eine muskelrelaxierende Wirkung auf glatte Muskulatur, was die traditionelle Anwendung plausibel macht.
  • Sanfte Bauchmassage: Kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn am liegenden Hund können helfen, Gase in Bewegung zu bringen. Wichtig ist, dass dein Hund die Berührung entspannt zulässt. Zieht er sich weg, spannt an oder knurrt, brichst du ab, denn dann steckt vermutlich Schmerz dahinter.
  • Schonkost für zwei bis drei Tage: Gekochtes mageres Hühnchen mit gut gequollenem Reis oder gekochtem Kürbis entlastet den Darm, deckt den Nährstoffbedarf aber nicht dauerhaft.
  • Kokosöl ist als Hausmittel gegen Blähungen sehr beliebt, belastbare Studien dazu gibt es beim Hund nicht. Kokosöl liefert mittelkettige Fettsäuren und wird traditionell in der Hundeernährung eingesetzt, größere Mengen können den Stuhl aber weicher machen und damit das Gegenteil des Gewünschten bewirken.

Wenn ein Hausmittel nach etwa einer Woche keine Veränderung bringt, ist das ein Signal, an der Fütterung anzusetzen statt das nächste Mittel auszuprobieren.

Was sollte dein Hund bei Blähungen fressen?

Entscheidend ist nicht eine bestimmte Futterart, sondern die Verdaulichkeit der Ration. Je mehr Nährstoffe bereits im Dünndarm aufgenommen werden, desto weniger Material erreicht die Gärungszone im Dickdarm. In einer Hundestudie zu verschiedenen Proteinquellen erreichte eine Ration mit Geflügelnebenerzeugnismehl eine höhere Verdaulichkeit der Trockenmasse als sojabasierte Rationen. Rationen mit niedrigem Gehalt an den Zuckerverbindungen Stachyose und Raffinose führten dabei nicht zu mehr Blähungen [3]. Der Gehalt schwer verdaulicher Kohlenhydrate ist also relevanter als die Frage Trockenfutter oder Nassfutter.

Für die Praxis heißt das:

  • Proteinquelle prüfen: Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit ist eine einzelne, neue Proteinquelle sinnvoll. Pferdefleisch kann hier eingesetzt werden und ist meist gut verträglich, ein zu schneller Wechsel kann aber trotzdem Blähungen auslösen.
  • Zurückhaltung bei Gärungstreibern: Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, größere Mengen Obst und Milchprodukte mit Laktose sind typische Kandidaten. Ein kleines Stück Apfel vertragen die meisten Hunde problemlos, größere Mengen liefern über Fruchtzucker und Pektin dagegen reichlich Futter für die Darmbakterien.
  • Futterwechsel über sieben bis zehn Tage: Beim Anmischen von altem und neuem Futter kann sich die Darmflora anpassen, weshalb eine schrittweise Futterumstellung deutlich weniger Blähungen verursacht als ein Wechsel von einem Tag auf den anderen.
  • Kauartikel kritisch prüfen: Stark verarbeitete Kauartikel und getrocknete Haut sind bei manchen Hunden ein verlässlicher Auslöser.
  • Ein Futtertagebuch führen: Wer zwei Wochen notiert, was in den Napf kommt und wie der Kot aussieht, kommt der Ursache meist näher als mit jedem Ausschlussversuch aus dem Bauch heraus.

Wie unterstützt du die Darmflora deines Hundes langfristig?

Langfristig geht es darum, dass weniger unverdautes Material im Dickdarm ankommt und die dort ansässigen Bakterien in einem stabilen Gleichgewicht arbeiten. Genau hier setzen Probiotika und Präbiotika an. Für Hunde und Katzen ist dokumentiert, dass die Gabe von Probiotika das Gleichgewicht der Darmmikrobiota verbessern kann [7]. Präbiotische Ballaststoffe wiederum dienen den nützlichen Bakterien als Nahrungsgrundlage und fördern deren Wachstum und Aktivität.

Entscheidend ist eine Routine statt einer Kur. Die Darmflora reagiert auf tägliche Gewohnheiten, nicht auf einzelne Aktionen, und braucht nach einer Umstellung mehrere Wochen, bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt. Für Hunde, die dauerhaft zu weichem Kot, Gluckern und Blähungen neigen, kombiniert Lucky Belly Probiotika mit präbiotischen Ballaststoffen und beruhigenden Kräutern wie Fenchel, Kamille und Kümmel in einem Snack, der sich einfach in den Tagesablauf einbauen lässt.

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Ist es schlimm, wenn Hunde Blähungen haben?

Gelegentliche Blähungen sind harmlos und gehören zu einer funktionierenden Verdauung. Problematisch wird es, wenn sie plötzlich deutlich zunehmen, dauerhaft bestehen oder von weiteren Beschwerden begleitet werden. Dann sind sie kein eigenständiges Leiden, sondern ein Hinweis darauf, dass im Magen-Darm-Trakt etwas nicht stimmt.

Achte auf diese Begleitzeichen:

  • Gluckern und laute Darmgeräusche über längere Zeit
  • Durchfall, der länger als zwei Tage anhält, oder wiederholtes Erbrechen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel zu Durchfall beim Hund.
  • Bauchschmerzen, erkennbar an gekrümmter Haltung, an der Gebetsstellung mit tiefem Vorderkörper und hoher Hinterhand oder an Berührungsempfindlichkeit am Bauch
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder stumpfes Fell
  • Blut oder Schleim im Kot

Tierarzt-Hinweis: Ein prall aufgeblähter, harter Bauch in Kombination mit erfolglosem Würgen, starkem Speicheln, Unruhe und rasch schlechterem Allgemeinzustand ist ein Notfall. Dahinter kann eine Magendrehung stecken, die innerhalb von Stunden lebensbedrohlich wird. In diesem Fall fährst du sofort in die Klinik und wartest nicht ab, ob sich die Gase von selbst lösen. Das gilt besonders für große Hunde mit tiefem Brustkorb.

Warum stinken die Blähungen deines Hundes so extrem?

Der Gestank hat kaum etwas mit der Gasmenge zu tun. Der größte Teil der Darmgase ist geruchlos. Für den typischen Geruch sorgen Schwefelverbindungen, vor allem Schwefelwasserstoff. Er entsteht, wenn Darmbakterien schwefelhaltige Aminosäuren aus Eiweiß abbauen, und gilt als der wichtigste Faktor für den Geruch von Hundeblähungen.

Daraus folgt eine Erkenntnis, die im Alltag viel verändert: Ein Hund kann viel pupsen, ohne dass es auffällt, und ein anderer Hund pupst selten, aber der Raum ist danach nicht mehr benutzbar. Der Unterschied liegt darin, wie viel Eiweiß unverdaut im Dickdarm ankommt und was die dortigen Bakterien daraus machen.

In einer randomisierten kontrollierten Studie mit Hunden wurde genau dieser Punkt untersucht. Aktivkohle, Extrakt aus Yucca schidigera und Zinkacetat reduzierten die Bildung von Schwefelwasserstoff im Laborversuch deutlich, in Kombination um 86 Prozent. Die Häufigkeit der Blähungen und die Gesamtgasmenge veränderten sich dagegen nicht. Wenn dein Hund also nach einer Umstellung genauso oft pupst, es aber weniger auffällt, ist das kein Zufall, sondern genau der zu erwartende Effekt. Aktivkohle beeinflusst allerdings auch die Aufnahme von Medikamenten und Nährstoffen und gehört deshalb nicht ohne tierärztliche Absprache in die Dauerfütterung.

Welche Hunderassen neigen zu Blähungen?

Besonders betroffen sind kurzköpfige Rassen wie Französische Bulldogge, Englische Bulldogge, Boxer, Mops und Boston Terrier. Der Grund ist mechanisch: Durch die verkürzte Schnauze und die veränderte Atemführung schlucken diese Hunde beim Fressen und beim Hecheln mehr Luft. Diese Luft muss irgendwo hin.

Eine zweite Risikogruppe sind große, tiefbrüstige Rassen wie Deutscher Schäferhund, Dobermann oder Deutsche Dogge. Bei ihnen wirft ein aufgeblähter Bauch immer auch die Frage nach einer Magendrehung auf. Und schließlich gibt es Rassen mit von Haus aus empfindlichem Verdauungstrakt: Bei Deutschen Schäferhunden, Boxern und Yorkshire Terriern sind chronische Darmerkrankungen häufiger beschrieben als im Rassedurchschnitt.

Warum haben alte Hunde oft stinkende Blähungen?

Bei Senioren kommen mehrere Faktoren zusammen: Die Darmmotorik wird langsamer, die Verdauungsleistung nimmt ab, und die Zusammensetzung der Darmflora verschiebt sich. Dazu bewegen sich viele ältere Hunde weniger, was den Gastransport im Darm zusätzlich bremst. Praktisch heißt das: kleinere Portionen über den Tag verteilen, ein hochverdauliches Futter wählen und die Bewegung so gut es geht beibehalten. Nehmen die Blähungen bei einem älteren Hund innerhalb weniger Wochen stark zu, lohnt sich eine tierärztliche Kontrolle inklusive Kotuntersuchung, weil dahinter auch behandelbare Erkrankungen stecken können.

Wann steckt der Magen hinter Blähungen und Schmatzen?

Nicht jedes Bauchproblem beginnt im Darm. Häufiges Schmatzen, Leerschlucken, saures Aufstoßen, morgendliches Unwohlsein und plötzliches, hektisches Grasfressen deuten eher auf eine gereizte Magenschleimhaut oder ein aus der Balance geratenes Säuremilieu hin. Viele Halter:innen berichten in dieser Konstellation gleichzeitig von Blähungen, weil ein unruhiger Magen die gesamte Verdauung durcheinanderbringt.

Dass Hunde Gras fressen, hat viele Gründe und ist nicht automatisch krankhaft. Wenn dein Hund plötzlich hektisch Gras frisst und dabei würgt oder speichelt, ist das aber ein Grund, den Magen genauer anzuschauen. 

In der tiermedizinischen Praxis werden schleimhautschützende Ansätze genutzt, um die Magenwand zu entlasten. Ulmenrinde legt sich als reizlindernde Schicht auf gereiztes Gewebe, und Alginate wie Natriumalginat können eine physikalische Barriere gegen aufsteigende Magensäure bilden, wie ein Konsenspapier der ACVIM zur Anwendung gastrointestinaler Schutzmittel beschreibt. Bei anhaltendem Sodbrennen beim Hund gehört die Ursache tierärztlich abgeklärt, begleitend kann Happy Tummy mit Ulmenrinde, Hafer, Eibischwurzel und Ingwer den Magen im Alltag unterstützen.

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Fazit

Blähungen können verschiedene Ursachen haben. Häufig spielen Fütterung und Futteraufnahme eine Rolle. Der Gestank hängt weniger von der Gasmenge ab als von Schwefelverbindungen, die entstehen, wenn unverdautes Eiweiß im Dickdarm ankommt. Deshalb bringt eine gut verdauliche Ration, ein langsameres Fresstempo und mehr Bewegung im Alltag deutlich mehr als das nächste Hausmittel. Kümmel, Fenchel und Kamille können den Bauch beruhigen, eine stabile Darmflora braucht dagegen eine tägliche Routine. Und wenn Blähungen mit Durchfall, Erbrechen, Schmerzen oder einem prall aufgeblähten Bauch zusammenkommen, ist der Weg in die Tierarztpraxis die richtige Entscheidung.

Quellen

  1. Giffard, C. J., Collins, S. B., Stoodley, N. C., Butterwick, R. F. & Batt, R. M. (2001). Administration of charcoal, Yucca schidigera, and zinc acetate to reduce malodorous flatulence in dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association, 218(6), 892–896. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11294313/
  2. Jones, B. R., Jones, K. S., Turner, K. & Rogatski, B. (1998). Flatulence in pet dogs. New Zealand Veterinary Journal, 46(5), 191–193. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16032048/
  3. Yamka, R. M., Harmon, D. L., Schoenherr, W. D., Khoo, C., Gross, K. L., Davidson, S. J. & Joshi, D. K. (2006). In vivo measurement of flatulence and nutrient digestibility in dogs fed poultry by-product meal, conventional soybean meal, and low-oligosaccharide low-phytate soybean meal. American Journal of Veterinary Research, 67(1), 88–94. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16426217/
  4. Mahboubi M. Caraway as Important Medicinal Plants in Management of Diseases (2018). Natural Products and Bioprospecting, 9(1):1-11. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6328425
  5. Yakut HI, Koyuncu E, Cakir U, et al. (2020). Preventative and therapeutic effects of fennel (Foeniculum vulgare) seed extracts against necrotizing enterocolitis. Journal of Food Biochemistry, 44:e13284. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jfbc.13284
  6. Sándor Z, Mottaghipisheh J, Veres K, Hohmann J, Bencsik T, Horváth A, Kelemen D, Papp R, Barthó L, Csupor D. (2018). Evidence Supports Tradition: The in Vitro Effects of Roman Chamomile on Smooth Muscles. Frontiers in Pharmacology, Apr 6;9:323. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5897738
  7. Yang, Q. & Wu, Z. (2023). Gut Probiotics and Health of Dogs and Cats: Benefits, Applications, and Underlying Mechanisms. Microorganisms, 11(10), 2452. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10609632
  8. Perspectives on functional foods for improvement of canine health and wellbeing (2024). Journal of Functional Foods. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464623003444
  9. Pesch L. Holistic pediatric veterinary medicine (2014). The Veterinary Clinics of North America. Small Animal Practice, 44(2):355-66. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7132486
  10. Marks, S. L., Kook, P. H., Papich, M. G., Tolbert, M. K. & Willard, M. D. (2018). ACVIM consensus statement: Support for rational administration of gastrointestinal protectants to dogs and cats. Journal of Veterinary Internal Medicine, 32(6), 1823–1840.

Häufige Fragen rund um Blähungen beim Hund

Kann eine Wurmkur Blähungen beim Hund auslösen?

Ja, das kommt vor und ist meist vorübergehend. Entwurmungsmittel greifen in das Darmmilieu ein, außerdem werden abgetötete Parasiten abgebaut, was die Darmflora kurzfristig belastet. Blähungen, weicherer Kot und etwas Unruhe im Bauch klingen in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen ab. Halten die Beschwerden länger an oder kommt Erbrechen dazu, sprich mit der Praxis, die entwurmt hat.

Hund hat Blähungen und Durchfall: Wie ernst ist das?

Diese Kombination gehört tierärztlich abgeklärt, wenn sie länger als zwei Tage besteht. Blähungen mit Durchfall sprechen dafür, dass größere Mengen unverdauter Nahrung im Dickdarm landen. Mögliche Ursachen reichen von Fütterungsfehlern und Parasiten bis zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder der Bauchspeicheldrüse. Eine Kotuntersuchung kann bestimmte Ursachen abklären, besonders bei jungen Hunden.

Hilft Homöopathie gegen stinkende Blähungen beim Hund?

Für homöopathische Mittel gegen Blähungen beim Hund gibt es keine belastbaren Studien. Beobachtete Verbesserungen lassen sich meist auf parallele Veränderungen zurückführen, etwa eine ruhigere Fütterung oder eine angepasste Ration. Wenn du homöopathisch begleiten möchtest, ist das bei harmlosen Blähungen unproblematisch, es sollte aber nicht die Suche nach der Ursache ersetzen.

Wie lange dauern Blähungen beim Hund normalerweise?

Nach einem Futterwechsel kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis sich die Darmflora eingestellt hat. Bestehen die Blähungen über mehrere Wochen unverändert, ist von einer dauerhaften Ursache auszugehen, etwa einer Unverträglichkeit oder einer chronischen Darmerkrankung.

Können Welpen schon Blähungen haben?

Ja, und zwar häufiger als erwachsene Hunde. Der Verdauungstrakt ist noch in der Entwicklung, die Darmflora baut sich erst auf, und viele Welpen fressen extrem hastig. Dazu kommen die üblichen Umstellungen von der Muttermilch auf Festfutter und beim Einzug ins neue Zuhause. Blähungen zusammen mit Durchfall, aufgeblähtem Bauch oder Wachstumsverzögerung sind bei Welpen aber immer ein Grund für eine Kotuntersuchung, weil Giardien und Spulwürmer in diesem Alter sehr verbreitet sind.

Verursacht Trockenfutter mehr Blähungen als Nassfutter?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend ist die Verdaulichkeit der Ration, nicht ihre Konsistenz. Trockenfutter enthält häufig höhere Anteile pflanzlicher Zutaten, deren schwer verdauliche Zuckerverbindungen die Gasbildung erhöhen können. Ein gut zusammengesetztes Trockenfutter mit hoher Verdaulichkeit verursacht dagegen kaum mehr Blähungen als Nassfutter. Wer wechseln möchte, sollte das über sieben bis zehn Tage schrittweise tun.

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