Zeckenschutz für Welpen: Das musst du wissen

Zeckenschutz für Welpen: Das musst du wissen

Welpen lieben es, die Welt zu entdecken. Sie tapsen unbedarft über Stock und Stein, flitzen über die Wiese und erleben draußen viele Abenteuer. Als Hoomans geben wir alles, damit unser neues Familienmitglied mit bester Gesundheit zu einem großen Vierbeiner heranwächst. Hat unser Welpe einen Zeckenstich, sind wir schnell besorgt. 

Zeckenschutz für Welpen ist wichtig, um unsere Lieblinge vor gefährlichen Krankheiten zu beschützen. Gleichzeitig möchten wir die empfindliche Haut vor den Bissen bewahren. Mit diesem Ratgeber-Artikel verschaffst du dir einen Überblick zum Thema Welpen Zeckenschutz.

Inhalt: 

  1. Zeckenschutz für Welpen: Das Wichtigste im Überblick
  2. Warum Zecken für Welpen besonders gefährlich sind.
  3. Welche Zeckenmittel für Welpen gibt es?
  4. Sprays und Snacks für die Zeckenzeit
  5. Wichtig: Trotz Welpen Zeckenmittel immer das Fell absuchen
  6. Welche Krankheiten übertragen Zecken auf Welpen?

Zeckenschutz für Welpen: Das Wichtigste im Überblick

  • Ein repellierender Zeckenschutz für Welpen – z. B. bestimmte Spot-ons – zeichnet sich dadurch aus, dass er Parasiten vom Welpen im Idealfall fernhält. 
  • Mit einem abtötenden Mittel überfallen die Parasiten zwar weiterhin den Welpen, aber sterben kurze Zeit nach dem Stich ab.
  • Natürliche Zeckenmittel umfassen vor allem Präparate auf pflanzlicher Basis. Sie zielen darauf ab, den Vierbeiner schonend vor den Plagegeistern zu schützen. Ob das gelingt, hängt vom jeweiligen Präparat und der Anwendung ab.
  • Präparate aus der Tierarztpraxis oder Apotheke bekommen häufig die Bezeichnung „chemische“ Zeckenmittel. Gängige Produkte sind für Welpen ab der 7. oder 8. Lebenswoche zugelassen. Einige Hundehalter*innen haben bei der Anwendung Bedenken – vor allem, wenn ihr Hund noch ein Welpe ist.

Warum Zecken für Welpen besonders gefährlich sind:


Zeckenkrankheiten und Bisse können bei Hunden mit verschiedenen Symptomen einhergehen. Wir erklären dir, warum du besonders bei einem Welpen in der Zeckensaison achtsam sein solltest. 

Schwaches Immunsystem:


Vorab: Zeckenkrankheiten sind für alle Hunde potenziell gefährlich. Schlimmstenfalls enden sie sogar ohne rechtzeitiger Behandlung tödlich. Aber das Immunsystem kann in einigen Fällen – wie bei Borreliose – entscheiden, ob die Krankheit ausbricht oder symptomfrei bleibt.


Wie Hundesenioren gehören heranwachsende Doggos zu den immunschwachen Hunden. Daher bedeutet für sie ein Zeckenstich ein höheres Gesundheitsrisiko. Ein gesunder und ausgeglichener Magen-Darm-Trakt kann zu einer starken Immunabwehr beitragen. Die regelmäßige Gabe von Prä- und Probiotika kann dabei unterstützen.

Empfindliche Haut: 

Abgesehen von den übertragbaren Krankheiten: Die Haut eines Welpen ist besonders empfindlich. Schnell kann ein Zeckenbiss zu einer Entzündung oder vermehrtem Juckreiz führen. 

Im Vergleich zu den gefährlichen Erkrankungen handelt es sich hierbei zwar um ein weniger gefährliches Symptom. Aber: Rissige Haut ist nicht nur unangenehm für den Welpen, sondern bildet auch eine Angriffsfläche für Bakterien und Pilze.

Welche Zeckenmittel für Welpen gibt es?

Viele herkömmliche Mittel eignen sowohl für ausgewachsene Hunde als auch für Welpen. Bei allen Mitteln gilt: Beachte vor der Anwendung sorgfältig die Hinweise des Herstellers.


Nicht nur das Alter, sondern auch das Gewicht ist entscheidend: Manche Präparate sind für Welpen unter 2 kg Körpergewicht nicht geeignet. Das Gewicht von kleinen Hunderassen wie zum Beispiel Chihuahuas liegt in den ersten Lebensmonaten darunter.

Kautabletten:

Kautabletten gibt es in der Tierarztpraxis oder in der Apotheke. Der Wirkstoff gelangt nach der Aufnahme in den Blutkreislauf des Hundes. Ab diesem Zeitpunkt soll der Welpe bis zu 12 Wochen vor Zeckenkrankheiten geschützt sein. 

Spot-ons:

Spot-ons für Welpen sind in verschreibungspflichtiger und frei erhältlicher Variante zu kaufen. Die Flüssigkeit wird dem Welpen auf die Haut entlang der Rückenlinie geträufelt. Nach der Anwendung sollte der Hund nicht baden oder Regen ausgesetzt sein – das kann die Wirksamkeit beeinträchtigen. 

Zeckenhalsbänder:

Je nach Modell sollen Zeckenhalsbänder mit Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Deltamethrin, Diazinon oder mit ätherischen Ölen Zecken vom Welpen fernhalten. 


Als Alternative bieten einige Hersteller Zeckenhalsbänder für Welpen aus Bernstein oder EM-Keramik an. Die schonenden Mittel zeigen jedoch im Kampf gegen Zecken keine nachweisbare Wirksamkeit.

Ideal für die Zeckenzeit: Spray und Snacks von mammaly


Der Alltag mit Welpe ist schon turbulent genug – sich Sorgen über Parasiten zu machen, darauf können wir bestens verzichten. Wir von mammaly haben zusammen mit Experten und Expertinnen ein Fellpflegespray und einen Hautabwehr-Snack entwickelt. Beide Produkte eignen sich für die Zeckensaison, aber auch für das ganze Jahr.

Easy Protect: Das milde Fellpflegespray 


Easy Protect ist ein pflegendes Spray für Haut und Fell. Dank seiner natürlichen Zusammensetzung aus unter anderem Manuka-Öl, Margosa-Extrakt, Rizinus-Öl ist Easy Protect besonders mild. Sprühe es einfach großzügig auf das Fell deines Welpen und genieße die Zeit im Freien mit deinem Liebling. 

Super Protect: Der leckere Hautabwehr-Snack


Unser Hautabwehr-Snack Super Protect eignet sich für alle Hunde ab einem Alter von 6 Monaten. Neben Pro- und Präbiotika nimmt der Welpe beziehungsweise Junghund mit jedem Leckerli wertvolles Kokosöl, Rosmarin und Vitamin B1 (Thiamin) auf. 

Wichtig: Trotz Welpen Zeckenmittel immer das Fell absuchen

Zecken sind hartnäckige Parasiten, die selbst unter extremen Bedingungen überleben. Daher endet der Zeckenschutz bei Welpen nicht damit, ein Mittel zur Vorbeugung anzuwenden. Erst in Kombination mit einer regelmäßigen Kontrolle des Fells ist dein Liebling bestens geschützt. 


Viele Zeckenkrankheiten übertragen sich erst nach einer gewissen Zeit auf den Wirt. Borrelien wandern beispielsweise 16 bis 24 Stunden nach dem Zustechen vom Darm der Zecke auf den Hund über. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis hingegen kann innerhalb von drei Stunden auf den Welpen übergehen. Sticht der Parasit also zu, solltest du am besten keine Zeit verlieren und die Zecke schnell entfernen.

Welche Krankheiten können Zecken auf Welpen übertragen?

In Deutschland gibt es folgende Zeckenkrankheiten, die für Welpen und ausgewachsene Hunde gefährlich sind:


  • Lyme-Borreliose: Die hierzulande am häufigsten vorkommende Zeckenkrankheit bei Hunden wird durch Bakterien der Art Borrelia verursacht.
  • Anaplasmose: Eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Anaplasmen hervorgerufen wird.
  • Babesiose: Die gefürchtete Zeckenkrankheit – auch Hundemalaria genannt – führt zur Zerstörung der roten Blutkörperchen und zu einer Blutarmut (Anämie).
  • FSME: Eine Viruserkrankung, die in der Regel akut verläuft und das Nervensystem des Welpen angreift.

Die Mittelmeerkrankheit Ehrlichiose stellt in vielen Urlaubsländern wie Italien, Spanien und Griechenland eine Gefahr für Welpen dar. Mittlerweile wurden Ehrlichien bei Zecken vereinzelt in Regionen nördlich der Alpen und somit auch in Deutschland entdeckt. 


Es ist davon ausgehen, dass die Infektionskrankheit in naher Zukunft immer häufiger hierzulande vorkommen wird. Als Gründe kommen der Klimawandel und unzureichender Zeckenschutz bei Hunden während des Urlaubs in Betracht.



Team mammaly
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